"… dann sind Sie ein Schuft!"

Aktuell|Damals|Zeitgeschehen

Wolfgang G. Vögele –
 
Wer ohnehin keine hohe Meinung von der Persönlichkeit Steiners hat, wird vermutlich auch durch "anekdotische Einzelfälle", die ihn als ethisch Handelnden zeigen, nicht umzustimmen sein. Dennoch gebietet es die Fairness, einige dieser unscheinbaren Episoden festzuhalten, die zeigen, wie Rudolf Steiner für Menschen Partei ergriff, die zu Unrecht beschuldigt worden waren.

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1922. Attentat auf Rudolf Steiner?

Aktuell|Damals|Kulturzeit
Telegramm Rudolf Stener an Edith Maryon

von Wolfgang G. Voegele –
Wie sich in München die junge anthroposophische Bewegung in einzigartiger Weise entfaltete, ist oft geschildert worden. In Schwabing hatte 1907 der große Kongress in der Tonhalle stattgefunden, der einen neuen, künstlerischen Einschlag in die Theosophie bringen sollte. Hier vermittelte Rudolf Steiner die ersten Elemente der Eurythmie, hier schrieb er seine Mysteriendramen, hier reiften die Pläne für einen Zentralbau der anthroposophischen Bewegung, für den schon ein Grundstück reserviert war. Da sich aber die Baugenehmigung für den geplanten Münchner "Johannesbau" immer wieder verzögerte, wurde er schließlich im schweizerischen Dornach errichtet.

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Ironie und Witz trotz Donner und Blitz

Aktuell|Damals

Vor 100 Jahren waren in Deutschland drei Namen in aller Munde, die leicht verwechselt wurden: Albert Einstein, Eugen Steinach und Rudolf Steiner. Die Ähnlichkeit der Namen des Physikers, des Drüsenspezialisten und des Anthroposophen wurde oft von Satirikern aufgegriffen. So schreibt Hans Ermann in seinen "Berliner Geschichten":

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Kulturvermittler und Einzelgänger

Aktuell|Damals|Kulturzeit

von Wolfgang G. Vögele –
Heute noch vielen bekannt durch seine nach dem Zweiten Weltkrieg erschienenen Reisetagebücher aus Asien, begegnete Hans Hasso von Veltheim spirituellen Lehrern in West und Ost, wie etwa Rudolf Steiner und Ramana Maharishi.
Sein Herzensanliegen war die Verständigung zwischen asiatischem und europäischem Geistesleben.

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Wir müssen reden …

Aktuell|Damals|Kulturzeit
Rudolf Steiner und Leo Polak

Es war am 1. März 1921, als Steiner, damals auf dem Höhepunkt seiner Berühmtheit stehend, im Rahmen einer Vortragsreise durch Holland auch nach Amsterdam kam, wo er in der Aula der Universität über "Philosophie und Anthroposophie" sprach. Eingeladen hatte die "Vereeniging vor Wijsbegeerte" (Verein für Wissbegierige) unter ihrem Vorsitzenden Dr. Leo Polak, der damals als Privatdozent für kritische Erkenntnistheorie in Amsterdam wirkte. Polak galt als Neukantianer und lehnte eine Erweiterung der Erkenntnisgrenzen, wie sie Steiner vertrat, entschieden ab.

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Vor 100 Jahren: Ein Kampf auf Tod und Leben

Aktuell|Allgemein|Damals

Seit Beginn der Coronakrise und den damit verbundenen Großdemonstrationen gegen staatliche Maßnahmen geriet der Begriff "Anthroposophie" und damit auch Rudolf Steiner verstärkt in den Fokus der medialen Berichterstattung, allerdings weitgehend negativ gefärbt. So z.B. im September 2020 bei Zeit online: "Sind das jetzt alles Nazis?" Als Entgegnung darauf ein offener Leserbrief von Peter Selg in der Wochenschrift "Das Goetheanum": Anthroposophie ist in ihrem Wesen und in ihrer Praxis antirassistisch.

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Eine vergessene Pioniertat

Aktuell|Bücher|Damals

Wolfgang G. Voegele –
Zum 150. Geburtstag Rudolf Steiners erschien im Berliner Wissenschaftsverlag ein Sammelband, an dem zahlreiche Autoren aus verschiedenen Fachgebieten mitwirkten. Damit lag ein aktueller Überblick über den anthroposophischen Kulturimpuls vor, der wissenschaftlichen Ansprüchen genügte. [1] Dass schon zu Lebzeiten Steiners ein ähnliches Unternehmen in etwas kleinerem Format und ohne wissenschaftlichen Anspruch durchgeführt wurde, ist heute vergessen und soll im folgenden besprochen werden.

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Rudolf Steiner und die Fledermaus

Aktuell|Damals

von Wolfgang G. Voegele –
Die aus Mannheim stammende Eurythmistin Ilona Schubert, geb. Bögel (1900-1983) erzählt in ihren Memoiren mehrere Theater-Erlebnisse mit Rudolf Steiner. In Stuttgart besuchte er in Begleitung der ganzen Eurythmietruppe Wagners „Meistersinger“, ein anderes Mal „Parsifal“, wobei er – Ilona berichtet es ausführlich – jedesmal interessante Bemerkungen zu den jeweiligen Stücken machte. Während der großen Vortragstournee Steiners im Januar 1922 fand im Mannheimer Musensaal eine Eurythmie-Matinee statt.

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Rudolf Steiner ein Technikfeind?

Aktuell|Damals

Wolfgang G.Voegele –
Nachdem ich mich in der Vergangenheit bereits der Legende vom Impfgegner Steiner gewidmet habe, ("Rudolf Steiner ein Impfgegner?" in TdZ aktuell, vom 6. Mai 2020), weise ich hier eine weitere Legende zurück, nämlich die von Steiners Technikfeindlichkeit. Diese wird zumeist von Kritikern verbreitet, die sich zum Agnostizismus bekennen. In ihrem Rundumschlag gegen alles Irrationale haben sie sich besonders Steiner als Feindbild erkoren. Dieser habe angeblich in Elektrizität und Maschinen menschenfeindliche Dämonen gesehen und davor gewarnt, elektrisches Licht, Telefon, Grammophone oder Strassenbahnen zu benutzen.

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Hans Rutz – Die geistige Freiheit

Damals

Das erste Gespräch ist höchst aufschlußreich für beide Gesprächspartner. Es verlief etwa wie folgt: Nachdem Rudolf Steiner das Gespräch eingeleitet hatte, sagte Hans Rutz: "Das sage ich Ihnen aber gleich von vornherein, ich bin kein Anthroposoph; ich muß meine volle geistige Freiheit haben."
R. Steiner: "Was heißt Anthroposoph sein? Wir haben doch keine Dogmen!"

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