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Abouleish - Erster Verfahrenstermin

10.05.2011

Sekem-Geschäftsführer Helmy Abouleish weiter in Untersuchungshaft. Ägyptische Behörden lehnen vorerst Stellungnahme ab

- Im Verfahren gegen den Geschäftsführer der ägyptischen Sekem-Gruppe, Helmy Abouleish, wegen angeblichen Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit im Industrial Modernisation Centre (IMC) ist ein erster Verfahrenstermin festgelegt worden. Die erste Verhandlung soll laut Information von Sekem am 4. Juni stattfinden. Bis dahin soll der Sekem-Geschäftsführer weiterhin in Untersuchungshaft bleiben.

Die ägyptischen Behörden haben es bisher abgelehnt, zu dem Verfahren Stellung zu nehmen. „Der Fall wird noch von der Staatsanwaltschaft untersucht und wir sind nicht in der Lage ihn zu besprechen bis der Fall abgeschlossen ist,“ erklärte ein Sprecher auf Anfrage von NNA (News-Network-Anthroposophy). NNA hatte u.a. nachgefragt, warum der Geschäftsführer noch in Untersuchungshaft sei, obwohl eine Expertenkommission die Vorwürfe gegen ihn als ausgeräumt angesehen habe. „Wir haben volle Zuversicht im ägyptischen Justizwesen,“ so der Sprecher weiter.

Abouleish, unter dessen Betreuung Sekem mit dem Right Livelihood Award 2003 ausgezeichnet und der von der Schwab-Stiftung zum Outstanding Social Entrepreneur ernannt worden war, weist alle die Anschuldigen gegen ihn entschieden zurück, die sich auf in seiner Amtszeit als Executive Director des IMC getroffene Entscheidungen und angebliche Inanspruchnahme der IMC-Leistungen durch Sekem-Firmen nach Ende dieser Zeit beziehen, als er Vorsitzender des Management Committee, einem Aufsichtsgremium, war. 

Eine von der Staatsanwaltschaft eingesetzte Expertenkommission habe in einem mehrwöchigen Prüfungsverfahren laut Sekem keine Unregelmäßigkeiten feststellen können. Der kürzlich vorgelegte Abschlussbericht habe alle Vorwürfe als haltlos bezeichnet.

 

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