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Weltsozialforum beginnt in Nairobi

Mit einem Marsch durch die Elendsviertel der südafrikanischen Stadt Nairobi begann am Samstag das Weltsozialforum, eine Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum, das ab Mittwoch kommender Woche in Davos stattfinden wird. Einem Bericht der Basler Zeitung zufolge beteiligten sich 5 - 10.000 Menschen an dem Marsch. Fünf Tage lang werden ab jetzt mehr als 1000 verschiedene Veranstaltungen auf die katastrophale Situation in den Entwicklungsländern hinweisen. Der Schwerpunkt in diesem Jahr ist Afrika als ärmster Kontinent der Welt. Im Programm vorgesehen sind Disskussionsforen über Themen wie Aids, Landbesitz, Handel, Migration und Schuldenerlass. Bis zu 150.000 Teilnehmer werden zu der Veranstaltung erwartet.

Das Wichtigste sei, so betonen die Organisatoren, dass die angesprochenen Themen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Auch in diesem Jahr werden wieder prominente Gäste aus aller Welt teilnehmen, darunter die Friedensnobelpreisträger aus Kenia und Südafrika, Wangari Maathai und Desmond Tutu, sowie Winni Mandela, Ex-Ehefrau von Nelson Mandela, des früheren südafrikanischen Präsidenten.

Attac Deutschland wird mit einer zehnköpfigen Delegation auf dem Weltsozialforum vertreten sein "Das Weltsozialforum ist eine wichtige Etappe bei der Mobilisierung der internationalen Zivilgesellschaft gegen den G8-Gipfel in unserem Land. Attac wird diese Chance nutzen", sagte Peter Wahl vom Attac-Koordinierungskreis.

Die Vertreterin der irischen Umweltorganisation Loreto, Paticia Murray betonte im Hinblick auf den Forumsschwerpunkt, Afrika sei von der Ausbeutung von Menschen und Ressourcen besonders stark betroffen und auch andere Teilnehmer hoffen, dass durch das Sozialforum der Kontinent besser in den Kampf gegen den ungezügelten Wirtschaftsliberalismus eingebunden werden kann. Dieses berichtete der Standard aus Wien in seiner Online-Ausgabe vom Sonntag.

Die führenden Internet-Magazine Spiegel und Focus haben bisher noch nicht über die Veranstaltung berichtet. Unter dem Titel "Polit-Woodstock in Nairobi kommentiert die Tagesschau in ihrer Onlineausgabe über die Entwicklung des WSF seit 2001. Ein guter Kommentar ist auf der Webseite der Deutschen Welle zu finden.