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Spam im Faxgerät. Was tun?

20.09.2011

spam im fax foto © anthro-press

Mit der Problematik der Spam-Faxe beschäftigt sich unser Praktikant Manolo Riese und sucht nach Möglichkeiten, diese Form der Werbung zu unterbinden.
von Manolo Riese

Wenn ich morgens in das Büro meiner Praktikumsstelle komme, sehe ich oft das Faxgerät blinken. Doch oft genug ist es nur Werbespam, der über Nacht eingegangen ist. Die allgemeine Kommunikation in meinem Büro spielt sich zwar fast ausschließlich über E-Mail ab. Trotzdem wird das Faxgerät manchmal gebraucht und muss deshalb angeschlossen bleiben.

Das Problem: Viele Unternehmen nutzen alle Möglichkeiten der Kommunikation, um ihre Produkte an den Mann, die Frau oder die Firma zu bringen. Der potenzielle Kunde wird per Post, E-Mail, Telefon oder Fax mit Werbung bombardiert. Dabei ist sehr oft unseriöse Werbung dabei. Zum Beispiel werben dubiose Finanzdienstleister mit Riesengewinnen, was schon ziemlich fragwürdig ist, wie ich finde.

Eigentlich ist diese Form von Werbung strafbar, doch die Herausgeber der Werbung können oft nicht rechtlich verfolgt werden, da sie zumeist vom Ausland - England oder Holland – operieren. In vielen Foren habe ich Leute getroffen, die ähnliche Probleme – zum Beispiel mit „Swiss Money Report und Co." haben. Viele haben daraufhin haufenweise Spam-Faxe zurück geschickt in der Hoffnung, dass so die ständige Werbung aufhört. Vergeblich: es kommt bei den meisten immer noch fast täglich Werbung. Aber Druckerpatronen und Papier sind natürlich nicht gerade billig, und deshalb ist so etwas sehr ärgerlich.

Aber gegen diese Form der Werbung und Belästigung gibt es Abhilfe! Die sogenannte Robinson Liste kann Sie vor dieser ständigen Werbung schützen und dafür sorgen, dass ihr Postfach nur noch mit den Nachrichten gefüllt wird, wird die ihnen willkommen sind.Geführt wird diese Liste von der „Gemeinnützigen Schutzgemeinschaft für Verbraucherkontakte". Auf der Webseite dieser Institution kann man nachlesen, wie es gemacht wird. Der Eintrag in die Robinson-Liste ist kostenlos und erfolgt nach einer kurzen Anmeldung. Ihre Daten, die Sie natürlich angeben müssen, werden, so versichert der Betreiber, vollkommen vertraulich behandelt.

Auch bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist das Problem mittlerweile bekannt und dort gibt man die Empfehlung: „Schützen Sie Ihre Privatdaten – dazu gehören neben Adressdaten auch Ihre Telefon- und Faxnummer. Viel zu oft gelangen diese Daten durch den eigenen oft zu sorglosen Umgang in unseriöse Adressdateien. (...) Häufig beobachtet die BaFin, dass die vermeintlichen Tippgeber Handelsaktivitäten an der Börse oder Liquidität etwa durch abgesprochene Geschäfte vortäuschen, um ihren Empfehlungen mehr Gewicht zu verleihen. Dies stellt eine verbotene Marktmanipulation dar. Haben Sie den Verdacht auf eine solche Straftat, wenden Sie sich an die BaFin."

Zu hoffen ist, dass möglichst viele Leute solche Verstöße melden, damit Sie irgendwann ohne nerviges Fax-Piepen ihren Büroschlaf halten können!

Link zur Robinsonliste 
Link zum Bafin-Hinweis

 

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