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Das bedingungslose Grundeinkommen ist nicht erst seit Götz Werner Objekt der Begierde. Bereits in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es Ideen zur Realisierung einer solchen Alternative. Nachdem auch Thüringens Ministerpräsident Althaus erkennen ließ, dass er mit der Einführung eines "Bürgergeldes" sympathisiert und ein Studie über das Für und Wider erstellen ließ, ist das Thema endgültig in der Öffentlichkeit angekommen. Durch die euphorischen Meldungen über Wachstum und sinkende Arbeitslosigkeit entsteht momentan der Eindruck, als sei das Thema erst einmal wieder vom Tisch. In den politischen Gremien scheint bereits wieder der Wahlkampf eröffnet zu sein, andere Themen wie Kinderkrippen und vor allen Dingen Energiefragen und die damit verbundenen Fragen des Ausstiegs aus dem Ausstieg beherrschen die Szene. Fällt die Idee des Grundeinkommens dem Desinteresse der Medien zum Opfer, die immer Schlagzeilen brauchen, um Quote oder Umsatz zu erzielen? Reicht es aus, wenn der Drogerie-Markt Chef Werner in Talkshows den "guten Onkel" gibt? Und haben die Anthroposophen sich zu sehr darauf verlassen, dass da einer von Ihnen sitzt und damit ein Stück der Reputation eines milliardenschweren Unternehmers auch auf sie zurückfällt? Welche Auswirkungen hat ein bedingungsloses Grundeinkommen auf das Sozialverhalten von Menschen, die auf die Weise plötzlich vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber werden? Anders gefragt, könnte das Grundeinkommen planspielartig simuliert werden und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Wäre es sinnvoll, einmal genauer hinzuschauen, um Zukunftsaspekte einer solchen Initiative auszuloten?
Deshalb noch einmal die Frage: Grundeinkommen? Eine zeitgemäße Alternative zu Hartz IV und allen anderen Transfer-Leistungen des Staates oder eine Utopie, die es nie zur Akzeptanz bringen wird?
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