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Sonntagslangeweile ohne weitere Folgen?

Grundeinkommen und mehr!

mm/tdz. 05.03.2010 - Seit ein paar Tagen wundere ich mich über geradezu raketenartig angestiegene Zuriffszahlen auf dem Server von TdZ. Dabei hatte ich mir nichts dabei gedacht außer, dass ich es auch sehr schön fände, wenn bei Anne Will auch mal das Grundeinkommen in die Diskussionen eingeführt würde. Denn die immer wiederkehrenden und immer gleichen Verlautbarungen, die Sonntagabend in schöner Regelmäßigkeit über den Bildschirm rattern und die dazu dienen sollen, am nächsten Morgen als Schlagzeile in allen Medien wieder aufzutauchen, sind nach meiner Ansicht Mega-out. Die GebührenzahlerInnen wollen ja vielleicht wirklich mehr als das, sie möchten informiert werden und sie möchten wissen, was sich in der Gesellschaft bewegt.

Wer also, wenn nicht der öffentlich-rechtliche Medienapparat sollte seine Fähigkeiten und Möglichkeiten dazu einsetzen? Stattdessen immer wieder eitle Selbstdarsteller und gespreizte Diskussionen über die Köpfe der wirklich Betroffenen hinweg. Hin und wieder sitzen dann die, um die es geht, auf dem Sofa wie auf einem Arme-Sünder-Bänkchen und dürfen auch mal etwas sagen, flankiert von ironisch flankierten Einspielfilmchen, die die Großen "persiflieren" und oft genug nur die Peinlichkeiten der Damen und Herren auf dem Podium durch ihren "pseudo-satirischen" Duktus nur konterkarieren.

Trotzdem, ich mag dieses öffentlich-rechtliche Gedöns immer noch mehr als alles andere in dieser Medienlandschaft. Aber: liebe Freunde in den Redaktionen, zeigt die, die wirklich etwas zu sagen haben, die, die ihre Ideen nicht mit Zuckerguß verzieren und sie dann wie einen Werbespot über ihre Zuschauer und Zuhörer kippen. Von Günter Eich stammt der Satz: "Seid Sand, nicht Öl im Getriebe der Welt." Und auch wenn dieser Satz schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, ich meine, es kann nicht schaden, sich hin und wieder daran zu erinnern, er hat immer noch Gültigkeit.

Stellt doch mal fest, ob die Welt ein Grundeinkommen will. Stellt fest ob die Menschen in Deutschland ihre Freiheit in Afghanistan "verteidigen" wollen, stellt fest, ob die Bürger von Leuten mit schwarzen Parteikassen und Geld aus "jüdischen Vermächtnissen" auf Schweizer Konten regiert werden wollen, von Bimbes-Republikanern und neoliberalen Möchtegern-Staatsmännern.

Ihr werdet doch nicht ernsthaft behaupten wollen, das "Alles gut ist" in Deutschland?!  

Lasst die Menschen teilhaben an der Suche nach einer "besseren Welt". Ich bin überzeugt davon, dass es diese bessere Welt gibt. Ich möchte gar nicht in der ersten Reihe sitzen bei der ARD. Ich fände es nur gut, wenn hinter den Hochglanzverpackungen auch mal echte Inhalte zum Vorschein kommen.

 

5 Kommentare

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#1 admin schrieb am 05.03.2010 16:38 antworten

Sonntagslangeweile ohne weitere Folgen? Was wollen die GebührenzahlerInnen wirklich?

#2 bgenymous schrieb am 05.03.2010 17:30 antworten

Hallo, offenbar ist das Interesse über den Sozialstaat bei Anne Will im Blog sehr groß geworden. Das Blog ist nicht erreichbar und das schon seit Stunden.

#3 barbara2 schrieb am 05.03.2010 22:49 antworten

und worauf führst du nun dieschlagartig gestiegenen zugriffszahlen auf deinem server zurück?

#4 mm(t) schrieb am 06.03.2010 04:56 antworten

Gute Frage, ich hatte den Link auf den Artikel vergessen, um den es ging.

#5 Michael schrieb am 06.03.2010 13:25 antworten

Ich glaube, daß wir in einer außergewöhnlichen Zeit leben.

Niemals zuvor, in der Geschichte der Menschheit, hatte das einzelne Individuum die Möglichkeit soviel zu bewegen wie heute.

Die Einflußnahme steigt jedoch exponentiell, je mehr Vermögen jemand besitzt.

 

Da es für mich keinen sichtbahren Grund gibt, warum der Wert eines Menschen überhaupt definiert werden sollte, wäre die logische Schlußfolgerung, niemandem Macht über einen anderen Mitmenschen zu erlauben.

Das sagt mir jedenfalls mein natürlicher Menschenverstand.

 

Die Nutznießer des gegenwärtigen Systems wären allerdings dagegen, was einher geht mit ein mangelndem Unrechtsbewußstsein (siehe FDP), was ich durchaus auch als eine geistige Behinderung bezeichnen würde.

Denn soziale Ungerechtigkeiten zu unterstützen und die Unfähigkeit zu haben, den vorhandenen Überfluß mit anderen zu teilen, muß langfristig zum Aussterben der menschlichen Specie führen.

 

Wir können für Ewigkeiten hin- und her reden, wir mögen über Generationen hinweg jegliches Model "ausprobieren" und scheitern oder wir können das kapitalistische, zerstörerische System beibehalten, am ende jedoch ist der moralisch "saubere" Weg der einzig nachhaltige für alle und nicht nur für eine selbsternannte Elite.

 

Das bGE das Potential den Kapitalismus von innen heraus zu zerstören.

Wie lange noch, werden unsere korrupten Volksvertreter uns das noch vorenthalten können ?

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