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 |  | screenshot ard. Wo bitte geht´s zum Grundeinkommen? |
Fast genau ein Jahr ist es her, dass wir uns mit dem Thema "Anne Will und das Grundeinkommen" beschäftigt haben. Kann man nach der Sendung vom 13. Februar 2011 damit rechnen, dass dieses Thema doch noch einmal auf die Tagesordnung kommt? Selbstverständlich?! von Michael Mentzel
Eine Weile dauerte es schon, bis das Wort Grundeinkommen fiel. Kurz vor Schluss bringt es Jakob Augstein vom "Freitag" in die Diskussion, nachdem er den Kontrahentinnen von der Leyen und Schwesig ein Desinteresse an der Lösung der HartzIV Problematik vorgeworfen hatte und auch angemerkt hatte, dass die Bewältigung dieser Probleme so, wie es derzeit versucht würde, gar nicht möglich sei.
Bis dahin hatte sich das Gespräch weitgehend um die für Anne Will offensichtlich wirklich wichtige Frage gedreht, was die Diskussionen der letzten Wochen an Reputationsverlust für die Damen Schwesig und von der Leyen bedeutet hätte. Dankbar hatte Frau Will nämlich die Bemerkung von Michael Spreng aufgegriffen, dass die Tatsache, dass die Übernahme der Verhandlungen ab jetzt Sache der Ministerpräsidenten sei, einmal mehr beweise, dass am Ende - doch wieder - die Männer die Karre aus dem Dreck ziehen müssten. Das übliche Sonntagabend-Wortgeklingel also ohne nennenswerten Inhalt, dazu die übliche Selbstbeweihräucherung der Beteiligten, in diesem Falle hauptsächlich der beiden Damen. Erfreulich zu bemerken, dass diesmal kein Vertreter der FDP hier seinen Senf dazugeben durfte.
Apropos Senf, was der Frankfurter Ex-Banker und Wurstbudenbesitzer allerdings mit der gegenwärtigen Debatte um die ordnungsgemäße Berechnung und die Erhöhung der HartzIV-Regelsätze zu tun hatte, blieb einigermaßen im Dunkeln, es sei denn, er sollte als der lebende Beweis dargestellt werden, dass es reiche, als Arbeistloser kräftig in die Hände zu spucken und... merke: der Gesellschaft nicht auf der Tasche zu liegen. Zu seinen Kunden jedenfalls zählt offensichtlich die hier in Rede stehende Klientel nicht, wie man an dem Einspieler recht deutlich sehen konnte. Und man verzeihe diesen Ausflug in die Welt der Verschwörungstheorien, aber der Filmausschnitt mit dem reichlich übergewichtigen Maurice, in dem dieser darüber klagte, er fühle sich zurückgesetzt wegen der fehlenden Markenklamotten, schien mir in die Richtung "Die-haben-zu-hohe-Ansprüche" zu deuten. Aber das Publikum goutierte diesen Part "Human touch" natürlich, schließlich darf so etwas in keiner Sendung fehlen. Was ja dann auch zu den Ausführungen von Frau von der Leyen passte, dass ja schließlich die - in 15 Tagen über die Bühne gegangene - Bankenrettung dafür gesorgt hätte, dass der Vater des kleinen Maurice überhaupt noch einen Job hätte.
Nun also doch einmal das Grundeinkommen bei Anne Will? Als Jakob Augstein den Begriff das erste Mal - 5 Minuten vor Schluss der Diskussion - in die Runde warf, hatte er nur von "einem Grundeinkommen" gesprochen. Als aber wenige Sekunden später sein Name eingeblendet wurde, stand unten auf dem Bildschirm: "..fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen von 800 Euro". Es war also entweder jemand besonders schnell an den Tasten, oder diese Einblendung war bereits vorbereitet.
Ich konstatierte es mit Vergnügen, genauso wie die in diesem Zusammenhang ein bisschen untergegangenen Worte Anne Wills über eine Grundeinkommens-Diskussion: "die wir auch an ´nem anderen Sonntag fortführen können, selbstverständlich." Nun ja, wir werden sehen.
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Hallo, für das bedinungslose Grundeinkommen wäre ein eigene Sendung das Maß der Dinge. Aber selbst Götz P. Werner wurde bei diesen Talksendungen oft schon unterbrochen bzw. kam nie richtig zu Wort über das bedingungslose Grundeinkommen zu sprechen. Ich hoffe das ändert sich bald und Deutschland wird wieder demokratischer!
VG Robert
Diskussionspodien, geschriebenes... alles "Ware". Ware lässt sich verkaufen. Damit versanden die Themen!
Wie lange kann man noch Reden lesen + hören zu Änderungen in unserer Sozialstruktur, etwa befindgungsloses Grundeinkommen?
Ich suche nach praktischen Aktivitäten, nach Schulterschluss im Volk, nach Führern in der Regierung.
die Sendung mit Anne Will war köstlich, obwohl sie ein sehr erntes Thema hatte. Wichtig aber war, dass die Ursula von der Leyen richtig aus der Reserve gelockt wurde und man deutlich sah, dass die Frau wie ihre Partei, fest mit den strukturen des mafiosen Kapitalismus verstrickt ist. Die Diskussion zeigte deutlich das es hier nur um Machtstrukturen geht, die auf das härteste bekämpft werden müssen. Die von der Leyen scheint von der Realität des Hartz 4 Kreises und der vielen Menschenschicksale nichts zu verstehen und zeigt dies auch offen in einer Diskusssion. Außer "Spieglein Spieglein an der Wand"....... und ich höre mich ja gerne Reden, war aus ihrem Munde Merkels Machtgezeter zu hören. Die Argumentation eine reine Argumentation der kapitalistischen Ausbeuter, die die Politik jeden Tag aufs neue zu erpressen versuchen; die Erpressung hat Frau von Leyen auch verdeutlicht.
Mit diesem Kopf lohnt es sich nicht eine Frauenquote zu erhöhen, schade denn ich bin - auch als Mann - ein Verfechter der Gleichberechtigung.
Und darüber hinaus dürfte feststehen: so etwas darf Deutschland auf keinen Fall wieder wählen, in keinem Bundesland und auch nicht in im Bund.
Wenn denn die Deutschen überhaupt mal schlau werden. Anmerkung: Ich bin Deutscher und Demokrat durch und durch. Aber in einem lag Frau von der Leyen richtig - aber nur der eine Punkt -, Tatsache ist, das es die Sozial Demokratische Politik unter Schröder war, die allen Arbeitnehmern und sozial Schwachen in den Hintern getreten und verraten hat.
Zu einem vernünftigen Neuanfang dieser Partei kann die SPD nur gelangen, wenn sie sich die richtigen Partner aussucht, die wirkliche soziale Politik betreiben wollen und nicht nur aus Gründen egoitischer Parteipolitik sich wieder den falschen Weg suchen.
" Es kommt für eine szial ausgewogene Politik nicht darauf an, ob man regiert, sondern gerade auch, eine starke Opposition darzustellen. Was bei der SPD leider auch noch nicht in den Köpfen sich vergeistigt hat.
Wird die Anne Will-Sendung nicht vorproduziert. Frage wegen der "schnellen Einblendung: fordert ein Grundeinkommen von 800". In diesem Fall spielt die Reaktionszeit keine Rolle. ;-) Übrigens ist Herr Augstein auch Kolumnist bei Spiegel Online (hat dort auch Grundeinkommen erwähnt) und seit kurzem auch neu Freitags im Duell mit Bild-Chef bei Phoenix ("Der Tag" 23-24h) hatte letzte Austrahlung ebenfalls das Grundeinkommen verteidigt. Leider war Blöd äh Bildmann mit grottenschlecht aber wirksamen Argumenten zur Stelle. ich würde mir einen rundum rhetorisch und schlagfertig gewandten wünschen der in prägnanten kurzen Sätzen alle Argumente ad Adsurdum führen kann. ich könnte das, bin aber leicht zu unterbrechen (ADHS). Würd sogerne bei solchen Talks FÜR Grundeinkommen argumentativ sauber auf den Putz hauen. (Hab aber bei Jappy ein BGE-Thread zu führen)
Ich fresse einen Besen inklusive Stiel wenn Frau Will jemals dem Grundeinkommen eine eigene Sendung widmet.
Einer Talkshow, bei der die Studiogäste angehalten werden, oder sogar bezahlt dafür werden, wie die Wilden zu klatschen, auch oder gerade dann, wenn jemand den größten geistigen Dünnschiß von sich gegeben hat, traue ich nicht. Und Frau Will schon garnicht.
Diese Moderatorin tut immer so blöd mit ihren suggestiven Fragen und zieht dabei arrogant ihre Mundwinkel runter während sie ein süffisantes Lächeln nie ganz unterdrücken kann.
Was mich an politischen Talkshows dieser art besonders stört (Anne Will, Hart aber Fair, Maischberger, Maybritt Illner, etc), ist die absichtlich pflegeleichte Gästeauswahl und das permanente "nichtzuende-reden-lassen" oder das "in-den-Rachen-des-anderen-springen" zu erlauben, anstatt eine vernünftige Redekultur zu fördern.
Noch schlimmer ist, wenn anscheinend jeder Moderator es bereitwillig erlaubt oder sogar selber durchführt, daß ein Thema umgehend gewechselt wird, sobald es für ein Klientel oder einer anwesenden Person zu heikel wird bzw werden könnte. Das kotzt mich eigentlich am allermeisten an, denn genau dadurch werden Probleme immer nur angerissen aber niemals bis zu Ende besprochen.
Behauptungen sind ein anders Problem. Da behauptet jemand etwas und eine andere Person sagt genau das Gegenteil. Wer hat nun recht? Oder haben sogar beide Unrecht? Sowas wird auch nie aufgeklärt, außer in Hart aber Fair's "Faktencheck", wo nach der Sendung Unklarheiten nochmal genauer überprüft und auf der Internetseite von HAF veröffentlicht werden. Nur kaum ein Mensch schaut dort nach, obwohl es mehr oder weniger fundiert die Unklarheiten beseitigt.
Werden die betroffenen Leute irgendwann mal zur Rechenschaft gezogen? Nein, werden sie nicht. D.h. Politiker können die größte Scheiße behaupten, sie brauchen nicht zu befürchten jemals dafür gerade stehen zu müssen. Dafür sorgen die Moderatorinnen und Moderatoren schon. Alles vorher abgesprochene Sache.
Oder wie sonst kann man es erklären, wenn eine Dame vom heutjournal dem Herrn Westerwelle die eindringlichsten Fragen stellen kann, während er den größten geistigen Dünnschiß seit Menschen gedenken von sich geben darf? Ganz einfach: der Moderatorin wurde vorher erlaubt scharfe und kritische Fragen zu stellen, aber nur wenn sie die Antworten des Politikers nicht anzweifelt.
Schon ist das Propaganda Päckchen ordentlich geschnürt, fertig presentiert für die Leichtgläubigen und dummen Mitläufer. Und kein Mensch darf sich beschweren, daß im deutschen Fernsehen keine kritischen Fragen gestellt werden.