Wir haben es satt!

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Demonstration am 18. Januar 2020 in Berlin

27.000 Menschen haben am vergangenen Wochenende in Berlin an der Demonstration für eine Agrarwende teilgenommen. Diese "Wir haben Agrarindustrie satt!"-Demonstration wird seit 2011 von sowohl biologisch als auch konventionell wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern getragen. Viele von ihnen waren mit Traktoren aus dem gesamten Bundesgebiet gekommen. Gemeinsam mit über 100 unterschiedlichsten Organisationen aus der Gesellschaft treten sie für eine Landwirtschaft und Lebensmittelpolitik ein, in der Bauernhöfe fair entlohnt werden und sich alle Menschen gesund ernähren können.
Unser Autor Klaus Jacobsen war dabei und hat uns zum Thema ein paar Gedanken und einige Bilder übermittelt.

Inzwischen zum 10. Mal demonstrierten tausende Menschen aus ganz Deutschland für eine längst überfällige Agrarwende in Berlin. Schon der Weg aus der U-Bahn hoch, hin zum Brandenburger Tor, war in der Menge nur in kleinen Schritten zu machen, gleichsam sinnbildlich für den vermutlich langwierigen Prozess einer Umwandlung der bisherigen Agrarsubventionen hin zu einer angemessenen Förderung ökologisch wirtschaftender Betriebe. Wenn auch die Zweifel groß sind, konnte doch ein wenig Hoffnung aufkommen bei den wegweisenden Worten von Julia Klöckner.

Die Abkehr von der Massentierhaltung hat in breiten Teilen der Bevölkerung Konsens. Jetzt gilt es, die Mittel so umzuschichten, daß Frau Klöckners Nachhaltigkeitsanliegen nicht zur leeren Worthülse verkommt. Besonders spannend erlebte ich den Wortbeitrag im lustigen veganen Block, der sich auf die Möglichkeiten einer rein pflanzlichen Kompostwirtschaft von veganer Landwirtschaft bezog.

Trotz aller individueller Unterschiede war es sehr wohltuend, so viele "Gleichgesinnte" auf den Straßen in Berlin zu erleben! Es bleibt zu hoffen, dass solche jährlichen Demonstrationen nicht weitere 10 Jahre notwendig sind, bis die dringend notwenigen Veränderungen wirklich eingeleitet werden!

https://www.wir-haben-es-satt.de

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