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Anthroposophen wollen "Elfen" sichtbar gemacht haben.

von Wolfhard Kleinvogel
Seit 100 Jahren ist die anthroposophische Glaubensgemeinschaft bemüht, die "übersinnlichen Schauungen" ihres Gurus und die Existenz einer höheren Welt wissenschaftlich zu beweisen. Ihren "Forschungsinstituten" war bisher allerdings kein Erfolg beschieden. Doch jetzt wollen die Anhänger des Gurus aus Dornach einen Durchbruch erzielt haben. Sie wollen erstmals Elfen und andere Naturgeister sichtbar gemacht haben. Im Anhang ihrer 250-seitigen Studie befindet sich ein umfangreicher Bildteil, in dem erstmals "authentische" Fotos von Elfen, Zwergen und anderen Naturgeistern zu sehen sind. 
Erste Reaktionen auf diese "Eilmeldung" kamen erwartungsgemäß aus der Esoterikszene: dort ist man hellauf begeistert und spricht von einem "Knaller". Auch innerhalb der Anthroposophie-Szene gilt die Studie als bahnbrechend und soll nun deutschlandweit allen Waldorfschulen und -kindergärten zur Verfügung gestellt werden. 

"Es ist uns gelungen, eine Methode zu finden, diese Geistwesen so weit sichtbar zu machen, dass auch die verstocktesten Materialisten die Existenz einer geistigen Welt nicht mehr leugnen können," erklärte der Leiter des Forscherteams, Prof. Anselm Veganowsky. Vorausgegangen waren jahrelange vergebliche Versuche, Mammuts rückzuzüchten.

Die Arbeiten des Dornacher Forscherteams, dessen Mitglieder nach eigenen Angaben "noch nicht hellsichtig" sind, wurden von HellseherInnen unterstützt, die die Forschungsresultate prüfen sollten. Während über 98 Prozent dieser "Schauenden" die Echtheit der Fotos bestätigten ("Ja, so sehen Elfen aus!"), halten Religionswissenschaftler und Sektenexperten die "Elfenstudie" für eine dreiste Fälschung, wie sie auch in der Szene der UFO-Gläubigen üblich sei. 

Der katholische Religionswissenschaftler und Steiner-Experte Prof. Pangasius sieht in der Studie Anzeichen einer neuen Strategie: Infolge wissenschaftlicher Kritik habe die Anthroposophie in jüngster Zeit einen "massiven Plausibilitätsverlust" erlitten. Immer mehr ehemalige Anhänger hätten eingesehen, dass Rudolf Steiner, der angebliche große Hellseher, ein Betrüger gewesen sei. Man wisse ganz gut, dass der Zug abgefahren sei, wolle dies aber nicht zugeben. Mit ihrer "Elfenstudie" gäben sich die Esoteriker der Illusion hin, sie könnten Skeptiker überzeugen. "Sie waren zum Erfolg verdammt", erklärt Prof. Pangasius. Fest stehe aber, dass Geistheilern und anderen Scharlatanen damit "Belege" für ihren Unsinn geliefert würden: "Wir werden diese spannende Entwicklung weiter beobachten". 

In der kritischen Stellungnahme der Wissenschaftler sehen die "Geistesforscher" eine Verschwörung ihrer Gegner: Diese hätten einen Masterplan, um das Wissen von einer geistigen Welt mit allen Mitteln auszurotten. "Aber das wird ihnen nicht gelingen", sagt ihr Pressesprecher, der seinen Namen nicht genannt wissen wollte. Denn "Die geistigen Wesenheiten arbeiten freundschaftlich mit uns zusammen und schützen uns." 

foto: Angebliche Elfen vor dem angeblichen 1. Goetheanum. (Angebliche Fälschung)

4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Gross Rudolf
2. April 2020 8:43

Der selbsternannte Experte Pangasius erlitt wohl bei seiner akademischen Ausbildung die Einschränkung seiner Denkkräfte, also muss er sich Experte nennen

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Anna Wojcik
2. April 2020 11:27

Ha,ha,ha, haaaa…. 🙂 Großartig, wundervoll und erfrischend -gerade in dieser schwierigen Zeit! Herzlichen Dank für diesen gelungenen Scherz 🙂

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Dankeschön!
Hat mir Freude bereitet .

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Da sag`noch einer, Anthroposophen wären versteinert und hätten keinen Humor. Lach!

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