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Strommangel als tröstende Zukunft 

"Wenn nicht in naher Zukunft angemessene Vorkehrungen und Kontrollen eingeführt werden, die auf einem grundsätzlichen Verständnis der biologischen Wirkungen elektromagnetischer Strahlen basieren, wird die Menschheit in den kommenden Jahren in ein Zeitalter der Umweltverschmutzung durch Energie eintreten, die mit der chemischen Umweltverschmutzuung von heute vergleichbar ist."  

    Die US-Regierung 1971

Ein Gastbeitrag von Otto Ulrich –
Unser Handy ist ein global ausgelegtes Waffensystem. Dieses hat Elektrizität und Magnetismus, ein höllisch unheimliches naturwissenschaftliches Geschwisterpaar, in ihrem Köcher. Jeder Klick unseres Handys verstärkt die uns so elementar fremde Macht. 
Es muss genauer hingesehen werden, denn Waffen wie dieses handkonforme Handy gibt es viele, wir kennen sie alle, wir bedienen sie täglich, sie funktionieren drahtlos, zumeist auf Knopfdruck, mal eben so. Wir nennen es Komforttechnologie, wir sind die Knöpfchendrücker.
Das zentrale Stichwort lautet: elektromagnetische Wechselfelder und diese tragen unsere sich immer mehr elektro-magnetisch aufladende Zivilisation:
Ob mit der Computermaus, dem Babyphone, der Chipkarte, dem Mikrowellenofen, der Fernbedienung des Fernsehapparates, dem Radio, dem Kopfhörer, dem Drucker, dem Garagenöffner, dem Batterieaufladegerät, der intelligenten Armbanduhr, dem Mikrophon, dem RFID-Chip in der Kreditkarte, dem elektronischen Führerschein; natürlich auch das: Bluetooths, WIFi, das Fitness-Messgerät, Kontrollsysteme und über unseren Köpfen, was steuert die Satelliten, die Drohnen? Es gibt auf der Erde keine sauberen Zonen mehr, die verschont sind vom Elektrosmog.

Umweltverschmutzung neu definieren

Schmutz muss neu definiert werden, allerdings ganz anders als die Umweltverschmutzungen die wir kennen: Autoabgase, CO2-Emissionen, FCKW, giftige Abwässer in Flüssen und Meeren, saurer Regen – wir müssen dazulernen. Und wir müssen aufhören das Klimathema als ein Umweltthema zu betrachten. 
Was 1971 nahe lag, hat seine Vertiefungen in der Problemwahrnehmung erfahren – und wird es weiterhin: Die Gefahr muss gebannt werden, die wachsende elektromagnetische Verschmutzung aus der angewohnten Perspektive einer nur weiteren Verschmutzung zu verstehen. 

Wir haben kein Magnetismus-Organ

Der Elektromagnetismus, physikalisch-technisch, also künstlich erzeugt, hat nichts Natürliches, er ist auf dem Wege, zum Träger einer elektromagnetischen Zivilisation zu werden. Bei der Elektrizität nimmt man Licht- und Wärmewirkungen wahr, nicht aber die Elektrizität selber. 

Hätten wir Organe für den elektrischen Strom, so würden wir einen Telegraphendraht sehen wie eine Lichtlinie, die durch den finsteren Raum zieht; fließende, lichtvolle Elektrizität wäre wahrnehmbar.

Wir sitzen in der Falle

Es gibt eine elektro-magnetische Welt neben uns, aber doch auch in uns, denn wir sind  – von Natur aus – elektromagnetische Menschen.
Und dann gibt es die künstlich-technisch erzeugte unheimlich schöne neue, noch verkannte elektromagnetische Welt um uns herum. Wir treiben sie voran, sie prägt seit 120 Jahren unsere Zivilisation und steigt nun weiter auf zur Gesellschaft prägenden elektrischen Zivilisation – wir sind nicht darauf vorbereitet.

Was das heißt? Die elektrischer werdende Zivilisation wird nicht zuende gedacht – ihre mitlaufende magnetische Wahrheit wird übersehen, was uns zunehmend auf die Füsse fällt. "Magnetismus-Verschmutzung" wird absehbar zur Signatur dieser neuen Zeit gehören, auch wenn heute, wo wir auf der Stelle hüpfen, im umweltpolitischen Dialog noch nichts zu finden ist. Und damit ist die Falle angesprochen: Längst, schon länger, wird die Realität, weltweit, mit einem digitalen Schleier überzogen.

Die "Energiewende" als moderne Sackgasse

Die Energiewende soll die Antwort sein, doch sie stockt schon jetzt, 2023, merklich. Der Abbau von Kohle, und damit auch der Betrieb von Kohlekraftwerken wird beendet werden.
Die "Energiewende", die die Ausfälle von Atomstrom und fossilen Energien durch Wasserstoff, Solar- und Windenergie und Energieeinsparung ausgleichen soll, wird systematisch und politisch nicht kompensieren können, was sie verspricht: Ersatz fossiler Energieumsatze durch Erneuerbare Energien plus stetigen neue "grüne" Energiepotentiale – die Welt wird zum Spargelfeld von Windrotoren. 

Der Protest dagegen baut sich gerade auf und das nicht nur in Deutschland. Eine Folgenabschätzung der notwendig sich ausdehnenden Energieinfrastrukturen bis 2050 ist nicht bekannt.

Eindeutig: "Wir sind dran!" 

Wir sind Zwischenträger in eine andere Zukunft, aufgefordert eine globale, eine Erdverantwortung wahrzunehmen. Die Sesshaftigkeit der Virenwelt, sollte zum Maßstab einer Zivilisation werden, die diese zutiefst auch ökologische Dimension ins Grundgesetz ihres Handelns übernimmt.
Viele Umweltschützer sagen, der fairste Weg, um Emissionen zu reduzieren wäre eine radikale Transformation des Konsums. Wir würden weniger Lithium brauchen wenn wir weniger E-Autos kaufen – hier deutet sich an was kommt: Die Energiewende zuende denken und sich einmal – nur als Einstieg – die Zeit um 1880 herum anzusehen, wie die damalige stromlose Welt aussah, bevor sie in den Energiepfad einstieg, der nun mit mächtigen Kollateralschäden an globale Grenzen stösst. 

Ein Blick aus der Zukunft in die Gegenwart

Was für eine Chance, schon jetzt in eine technologiebefreite weitere Zukunft zu schauen; eine Zukunft frei von der elektromagntischen Waffensystemen zu denken, die ohnehin, da Stromlosigkeit zur Signatur wird, keine Zukunft mehr haben werden. Es gilt die werdende Gegenwart aus der Zukunft von 2050 zu betrachten, einer stromlosen Zukunft, die sich schon jetzt keimhaft zeichnen lässt. 

Überraschungen werden als Zwänge auftreten, wenn dann plötzlich auf nicht-elektrische Formen gesellschaftlichen Zusammenlebens "zurück" gegriffen werden muss. Wächst aus diesen dann stromlosen Alltagssituationen eine lebenswerte Zukunft heran, eine Zukunft mit freiem Blick, nicht gestört durch Windrotorenwälder?


Illustration: shutterstock – 1742029718

Von dem Autor stammt das gerade erschienene Buch: "Unser Blackout. Zukunft ohne Strom. Wie schön wird unsere elektrische Zivilisation werden? 75 S., 2023

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