redaktion. tdz – Im Berliner "Erzählverlag" wird demnächst ein ganz besonderes Buch erscheinen, nämlich die Lebenserinnerungen und -erlebnisse der Waldorflehrerin Lola Jaerschky, die nach dem Kriegsende 1945 über die Zeit ihrer Gefangenschaft berichtet. Auf der Webseite des Verlages lesen wir:
"In ihrem 216-seitigen Manuskript beschrieb Lola Jaerschky erst nach Kriegsende ihre Erlebnisse, insbesondere, wie sie immer wieder eindrucksvoll versuchte, die Zeiten größter Not in ihren geistigen Entwicklungsweg zu integrieren, um ihren Erfahrungen in Haft und KZ einen Sinn abzuringen. Die Zeit in Gefangenschaft ermöglicht es ihr, die Rolle einer Beobachterin einzunehmen, selbst wenn sie mitten im Geschehen war. Diese so gewonnenen Wahrnehmungen lieferten ihr Antworten auf wesentliche Fragen, die ihren geistigen Weg berührten. In Gefangenschaft zeigte sie, wie freies Denken wirkt! – So entstand ein Dokument der Zeitgeschichte, das bis heute zu Ergebenheit und Widerstandskraft inspiriert. Lola Jaerschky verfasste das Manuskript in zwei Phasen ihres Nachkriegslebens, anschaulich und lebendig – ein spannend zu lesender "Pageturner", der zum Nachdenken anregt."
TdZ-Autor Wolfgang G. Voegele schreibt zu diesem Buch: Angesichts der inzwischen weit verbreiteten Tendenz, Anthroposophen während des Hitlerregimes pauschal in der Rolle der Mitläufer oder Täter darzustellen und damit zugleich die Anthroposophie zu diskreditieren, ist es berechtigt und notwendig, auch Beispiele für den „inneren Widerstand“ zu überliefern. Lola Jaerschkys Erinnerungen gehören zu jenen zeitgeschichtlichen Dokumenten, die das christlich-humanistische Fundament der Anthroposophie eindrücklich bezeugen."
Foto: Lola Jaerschky, priv. Aufnahme






