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Danke NZZ.

31.05.2010

Keine Lena auf der Startseite
von Max Michels von den Beatagenten

Gerade hatte ich mich darüber gefreut, dass mir heute morgen auf der Startseite von NZZ-Online kein Fräulein Meyer-Bindestrich entgegenspringt, und meiner Freude durch einen längeren Aufsatz einen nichts weniger als süffisanten Ausdruck gegeben, da passiert mir etwas, worüber ich bei den Computer-Dilettanten der Neunziger immer etwas schadenfroh gelacht habe: Mein Programm steigt plötzlich aus. Ganz einfach so? Nein, weil ich zu blöd war, die richtige Taste zu drücken. Bähhh.... selber schuld! Trotzdem danke, NZZ.

Dabei war ich schreibtechnisch gesehen gerade so richtig in Fahrt gekommen, sie alle hatten ihr Fett wegbekommen, der hessische Koch, der wahrscheinlich irgendwann allen in die Suppe spuckt, die sprudelnde Ölquelle des Herrn Obama, dem vor der Ampel stehenden Westerwelle, bei dem zwar kein Ölteppich, sondern die wegschwimmenden Felle für das Unwohlgefühl sorgen, ein mosernder Seehofer, ein von kriegsbedingten Wirtschaftsinteressen - oder so ähnlich - stotternder Präsident Köhler und noch so einiges; kurzum: die klitzekleinen Lappalien, die uns alle in den letzten Wochen das Leben so schwer gemacht haben.

Aber ehrlich: was sind diese Kleinigkeiten gegen den deutschen Sieg beim Europäischen Song-Contest? Jetzt frage ich mich nur, wie es den Verantwortlichen in Medien und Politik gelingen wird, die Zeit bis zum Beginn der WM zu überbrücken. Reicht da ein Kahnbeinbruch? Was ist überhaupt ein Kahnbein?

Meine Vermutung: je nachdem wie dieses WM-Event ausgehen wird, werden wir wohl Fräulein Lena Meyer-Landrut innerhalb einer dann angemessenen und ins Konzept passenden Frist beim Truppenbesuch in Kunduz wiedersehen. Spätestens dann sollten wir uns aber mal wieder an die Banker mit den großen Taschen, an Europa, und - vielleicht auch - daran erinnern, dass nicht alles gut ist in Afghanistan. Steht nicht mal wieder eine Wahl an?

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