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 |  | Teng Fei, Rafael Meltzer und Chen Yuan |
"Das weiße Zimmer". Heute ist die letzte Gelegenheit, eine wunderschöne und märchenhafte Inszenierung am Theater Paderborn zu erleben.
mm/tdz. - Das weiße Zimmer ist eine berührend erzählte Geschichte vom Großvater und seiner großen Liebe Mei Lin. Als Großvater im Jahre 1946 seine Heimatstadt Qingdao in China verlassen muss, es ist Krieg, lässt er seine große Liebe Mei Lin zurück. 60 Jahre später beginnt die Spurensuche der Enkelin nach dieser großen Liebe und dem Drachenzahn, den sie noch als Kind bei ihrem Großvater gesehen hatte. Der Zahn war verschwunden, als sie den Nachlass ihres Großvaters findet.
Der Schweizer Autor Andreas Sauter hat ein zweisprachiges Stück vorgelegt, das von Liebe und Zuneigung handelt und davon, wie schwierig es ist, eine bedingungslose Liebe zu leben. Die durch unterschiedlichen Kulturen und Zeitströme geprägten Protagonisten können nicht wieder zusammenkommen, obwohl jeder auf seine Weise den geliebten Menschen in seinem Herzen bewahrt. "Und die Zeit vergeht..."
Das "weiße Zimmer" ist eine Koproduktion des Paderborner Theaters und Huajuyuan-Theaters in Qingdao/China. Es wurde als Auftragswerk von dem Schweizer Autor Andreas Sauter geschrieben. Sauter selbst schreibt über seine Arbeit: "Als Autor ist man meist an die eigene Sprache und damit an den eigenen Kulturkreis gebunden. Mich nun mit einer anderen, mir total fremden Kultur und Welt auseinander zu setzen, hat mich unglaublich gefreut. Gleichzeitig hat genau das viele Fragen gestellt. China war für mich ein weißes Blatt Papier. Ein blinder Fleck auf einer Landkarte. Ich wusste nichts über dieses Land. Oder sagen wir fast nichts. Ein paar Schattierungen vielleicht, einige Klischees. Aber was für eine Kultur ist das? Welche Traditionen gibt es? Was für Theater? Wie sind die Menschen? Wie das Leben?" [1]
Eine - wie mir schien - wirklich stimmige Antwort auf alle diese Fragen ist am heutigen Dienstag um 19:30 Uhr noch ein letztes Mal im Theater Paderborn zu erleben. In der Online-Ausgabe der Neuen Westfälischen [2] hat Ann Britta Dohle eine schöne Besprechung vorgelegt. Themen der Zeit möchte sich anschließen.
[1] Blog Wanderlust der Deutschen Kulturstiftung [2] Rezension in der NW
Foto © Harald Morsch - Kammerspiele Paderborn
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