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TV-Kritik


Sonntag, 7. Januar 2007, 21:45 Uhr  bei Sabine Christiansen.

Ein interessante Runde gab es am heutigen Abend bei Christiansen zu sehen. Das Thema "mehr Demokratie", und zwar im Sinne der Fragen nach Abstimmungen und Bürgerbeteiligung nahm einen sehr breiten Raum ein. Hier war es besonders Gerald Häfner(mehr Demokratie e.V.) zu verdanken, dass die Dinge deutlich beim Namen genannt wurden. Seine Beiträge waren nach meinem Eindruck für den Verlauf des Gespräches prägend. Die Anregungen und Vorschläge hatten Hand und Fuß und wurden vom Publikum mit viel Beifall bedacht. Wenig Raum nahm die Pauli/Stoiber-Kontroverse ein, Frau Pauli äußerte sich einigermaßen zurückhaltend. Deutlich wurde es im Verlaufe des Gespräches, dass es der Politik immer schwerer fällt, Inhalte so zu kommunizieren, dass sie für die Bürgerinnen und Bürger verständlich werden, hier wurde als Beispiel die Gesundheitsreform genannt. Neben den Polit-Profis Gysi(die Linke) und Müller(CDU) zeigte sich der Schauspieler Walter Sittler sachkundig und engagiert. Ganz klar für mehr Demokratie und Bürgerbeteiligung bei der politischen Willensbildung auch Roger Köppel, Herausgeber der Schweizer Weltwoche.
Interessant, wenn auch nicht ganz neu, die Erkenntnis, dass die Wähler Auseinandersetzungen innerhalb der Parteien nicht unbedingt für schädlich halten, sondern dass auch und gerade das Ringen um richtige Lösungen vertrauensbildend wirken kann.

Mein Fazit: Eine Stunde, die einmal nicht mit inhaltsleerem Geschwätz gefüllt war, sondern durchaus Fragen aufgeworfen hat, die weiter wirken und hoffentlich in absehbarer Zeit Einzug in das politische Tagesgeschehen halten werden. Meine Wunsch an die Macher von Talkshows wäre es, auch mal zu überziehen, wenn das Thema spannend ist und die Beiträge substantielle Qualität haben.