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Tagung des Instituts für Praxis der Philosophie e.V. vom 17.09. - 19.09.2010 in Darmstadt (Literaturhaus)
Mit dem Thema "Alternative Wirtschaftsformen" wird sich am kommenden Wochenende eine Tagung in Darmstadt befassen. Im Literaturhaus werden unter der Federführung des IPPh (Institut für Praxis der Philosophie e.V.) Fragen und Probleme der aktuellen Wirtschaftsformen bearbeitet und diskutiert. Viele Strukturen unseres Wirtschaftssystemes seien in den letzten Jahren - ausgelöst durch die aktuellen Krisen - diskutiert worden, schreiben die Veranstalter: "Doch schon die Thematisierung der aktuellen Probleme unter dem Titel einer "Krise" zeigt, dass man sie nur als vorübergehende Störung ansieht, die durch "Maßnahmen" zu bewältigen sei."
Auf der dreitägigen Veranstaltung sollen die bestehenden Wirtschaftsformen mit Alternativen konfrontiert werden: "Ein Teil dieser Arbeit wird Kritik sein, doch soll an einzelnen Beispielen - meist regionaler Art - gezeigt werden: es geht auch anders." Die Liste der Referenten verspricht eine interessante Veranstaltung. So sind neben vielen anderen auch Prof. Dr. Elmar Altvater aus Berlin (Erinnerung an den Sozialismus), Prof. Klaus Dörner (Nachbarschaftswirtschaft im dritten Sozialraum), Andreas Neukirch von der GLS-Bank und der Grundeinkommensbefürworter Götz Werner mit von der Partie.
Die Schwerpunkte des Programms sind: "Kritik des Wachstums, des Zinswesens, der Verwohlfeilerung von Waren und Arbeit, des Eigentumsbegriffs, ferner: Assoziationen und Genossenschaftswesen, Grundeinkommen, Gemeinwohlorientierung und Allmende."
Das "IPPh", so die Webseite des Instituts: "knüpft mit seiner Arbeit - unter veränderten historischen Bedingungen - an die vom Grafen Keyserling begründete Tradition einer Darmstädter Schule der Weisheit an." Keyserling sei es um eine Alternative zur akademischen Philosophie gegangen. Weisheit könne nicht durch systematisches intellektuelles Lernen oder durch spezialisiertes Können oder isolierte Wissenspflege vermittelt werden.
Die Zusammensetzung der Referenten dieser Tagung dürfte ganz im Sinne des Gründers der "Schule der Weisheit" garantieren, dass die Themen nicht nur unter theoretisch-akademischen Gesichtspunkten diskutiert werden, sondern ihren Praxisbezug nicht verlieren.
weitere Informationen auf der Webseite des Instituts
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