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Wir surfen die Schweinegrippe


Sind wir alle gewappnet?
von Max Michels von den Beatagenten

Irgendwie verläuft alles in Wellen. Die Schweinegrippe und die Affäre, in die unser Krie.. ähm... Verteidigungsminister verwickelt ist. Kaum ist die eine Welle abgeebbt, rollt schon die nächste an. Schließlich geht es nicht nur um Umsatz in der Pharma-Industrie, sondern auch um die Auflagen in der Medien-Industrie. Und deshalb macht sich die Financal Times Deutschland (FTD) auch ernsthafte Sorgen, dass die nächste Schweinegrippe-Welle ein noch größeres Chaos hervorrufen könnte als die erste. Wobei natürlich fraglich ist, was sich so alles unter Chaos zusammenfassen lässt. Die Medien, das jedenfalls ist zu erwarten, surfen auf der Schweinegrippe-Welle sicherlich noch ein zweites Mal, wenn nicht gerade mal wieder kriegsähnliche Zustände herrschen.  

Worum also geht es? FTD fordert wg. Chaos Abhilfe: Der Staat soll eingreifen. Kann man da zwischen den Zeilen die Forderung nach einer staatlich verordneten Zwangsimpfung lesen? Dann wäre es allerdings auch konsequenter,  wenn der erste Satz des Artikels statt "Die Schweinegrippe verläuft milder als befürchtet" vielleicht "Die Schweinegrippe verläuft milder als erhofft" lauten würde, was die aktuelle Situation besser beschreiben würde.  Denn ist es nicht manchmal besser, das Kind beim Namen zu nennen, als es mit dem Bade auszuschütten und zu hoffen, dass es sich im Sande verläuft? Dass am Ende des Kommentars in diversen Anzeigen allerlei Mittelchen gegen die Schweinegrippe und die Angst davor erscheinen, ist natürlich nur ein "zufälliger" Nebeneffekt.

Ich frage mich in der letzten Zeit des öfteren, ob eventuell auch die Anthroposophie außer dem gesunden Menschenverstand etwas gegen die Schweinegrippe anzubieten hat.  Der Herr auf dem Bild oben jedenfalls ist - falls er zurückkommen sollte - mit seinem Anzug gegen alle kommenden Widrigkeiten des Lebens gewappnet. Wer aber würde es ihm verdenken, wenn er erst einmal abwartete, denn es scheint manchmal, als würde in seinem Namen allerlei wirres Zeug geschrieben und geredet und man kann sich vorstellen, dass ihm das manchmal auch ganz schön peinlich sein könnte. Aber es lohnt sich natürlich, auch an dieser Stelle die Spreu vom Weizen zu unterscheiden, mit dem Rest die Schweine zu füttern und zu hoffen, dass sie davon keine Grippe, keinen Rinderwahnsinn oder gar die Vogelgrippe bekommen. Aber andererseits sind Schweine dafür bekannt, dass sie alles fressen.

Wir warten also derweil auf die nächste Welle "Verteidigung am Hindukusch", üben uns bis dahin noch ein wenig in Geduld und mischen uns nicht in die große Politik ein, weil wir davon doch sowieso keine Ahnung haben. 
Dem - von einer Kollegin geäußerten, absonderlichen - Gedanken, dass die potentiellen Schweinegrippen-Opfer aus Pietät gegenüber "unseren" Soldaten in Afghanistan gesund bleiben, um Ihnen die mediale Präsenz und die Aufmerksamkeit nicht zu nehmen, vermag ich mich allerdings nicht anzuschließen.
Allerdings, so hatte sie mir auch glaubhaft versichert, handele es sich bei der Idee um Ironie. Als ob ich das nicht geahnt hätte.