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Rudolf Steiner. RS 150 unterwegs

25.02.2011

Die Initiatorin Vera Koppehel


Der Sonderzug Rudolf Steiner ist auf den Schienen. Eurythmieflashmob und Zugtaufe. Performance vor dem Kölner Dom und Aktionen auf dem Bahnhof.

Köln/München - Nach dem Eurythmieflashmob auf der Domtreppe vor dem Kölner Dom, einer Performance auf dem Bahnhofsvorplatz und Aktionen auf dem Bahnsteig inclusive Zugtaufe setzen wir uns mit dem RS 150 - dem Sonderzug Rudolf Steiner - pünktlich um 9:19 Uhr in Bewegung. Das Ziel für diesen ersten Tag der Reise: München via Mannheim Stuttgart und Ulm. Mit den ca. 180 Reisenden, die in Köln eingestiegen waren werden wir per Lautsprecherdurchsage von der der Inititatorin dieser Sonderzug-Aktion, Vera Koppehel herzlich begrüßt und können uns bereits kurze Zeit später über die erste Veranstaltung im Rheingold-Clubwagen freuen, bei der Studenten der Alanus-Hochschule Texte von Steiner und anderen rezitieren, ergänzt durch eigene Beiträge und Lieder. Eine Hommage an Waldorf: "Der einzig Wahre war Steiner" darf natürlich nicht fehlen. Es gibt aber auch eine Anregung der jungen Studenten, Steiner einmal so zu übersetzen, dass er endlich besser verständlich werde.

Die Reisenden erleben eine ausgesprochen komfortable Bahn-Reise mit einem wunderbaren Service und netten Zugbegleitern. Leider gibt es außer im Speisewagen keinen Stromanschluss - wer Windows-Vista kennt wird verstehen, was gemeint ist - so dass ich wohl auf eine kontinuerliche Berichterstattung verzichten muss, dafür ist Begegnung garantiert, denn man kommt sehr schnell mit den Mitreisenden ins Gespräch. Als die Lautsprecheranlage ausfällt, wird die Kommunikation noch intensiver, denn jetzt heißt es selbst aktv werden und die Informationen eben von Mund zu Ohr weitergeben.

Auf dem Bahnhof Mannheim eine wunderbare Begrüßung durch Kinder der interkulturellen Waldorfschule Mannheim, die uns ein Konzert mit Volksliedern geben. Ein fröhliches Gewusel auf dem Bahnsteig, strahlende Gesichter, noch eine Rose für diesen oder jenen Passagier und dann geht es nach einer halben Stunde weiter.

Ulm. Rainer Rappmann vom Fiu-Verlag taucht auf und nutzt die wenigen Minuten Aufenthalt, um die Reisenden zu krönen. Grundeinkommen für alle, inzwischen kennt wohl jeder die goldenen Kronen, die siganlisieren: Jeder sein eigener König.

Im Clubwagen wird aus Briefen von Rudolf Steiner gelesen; die Crew um Philip Tok ist dabei den Blog der Webseite Rudolf-Steiner 2011 zu aktualisieren. Dieser Blog ist richtig aktuell und wer wissen will was in dem Zug auf seiner Reise zu Rudolf Steiners Geburtsort Kraljevic in Kroatien und was am Sonntag in Wien noch so alles geschehen wird, sollte einmal einen Blick auf dieses Blog werfen.

In München werden wir mit Plätzchen empfangen und einem Transparent: Gruß aus der Stadt mit Herz. Am Abend dann ein liebevoll zubereitetes Büffet mit leckeren Snacks in der Waldorfschule in München Schwabing, ein kurzes Intermezzo, dargebracht von zwei "Mysterien-Dramatikern", Texte und eine Improvisation aus dem Mysteriendramen.

Ein sehr kurzweiliger Vortrag von Karl-Dieter Bodack beschließt diesen ereignisreichen ersten Tag unserer Reise, die uns zu den Stätten des Wirkens des Bahnreisenden Rudolf Steiner führt. Herr Bodack war seit den 1960er Jahren maßgeblich an der Gestaltung und Entwicklung von Bahnwagen beteiligt und schilderte sehr anschaulich die Probleme, die ihn im Laufe dieser Tätigkeit für die damalige Bundesbahn begleitet haben. Wir hören eine Menge über Design von Bahnwaggons und wie es gelingen kann, Mitarbeiter zu motivieren, damit etwas wirklich Gutes entstehen kann.

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