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Die anthroposophische Nachrichtenagentur NNA meldet heute, dass der bekannte Anthroposophiekritiker Helmut Zander zum assoziierten Professor für vergleichende Religionsgeschichte und interreligiösen Dialog an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz berufen wurde. Prof. Zander, der bisher im Rahmen einer Vertretungsprofessur an der Universität Zürich tätig war, tritt damit die Nachfolge des 2009 bei einer Studienreise in Indien verunglückten Prof. Anand Nayak an.
- Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg unterliegt staatlichem Recht, besitzt aber auch die Anerkennung kirchlicher Autoritäten und wird vom Dominikanerorden und der Schweizer Bischofskonferenz mitgetragen. Bevor ein Dozent dort fest angestellt wird, muss vom Heiligen Stuhl das „Nihil obstat" eingeholt werden. Mit dieser Unbedenklichkeitserklärung soll die rechte katholische Lehre und die kirchliche Disziplin an einer Fakultät gewährleistet werden. Über die Berufung Zanders wurde von der Fakultät am 25. Mai entschieden.
Wie die Universität Freiburg mitteilt, wird Prof. Zander sich ab dem Herbstsemester 2011 an der Lehre in den Haupt- und Nebenfachstudiengängen der katholischen Theologie zur Religionsgeschichte beteiligen sowie an Masterprogrammen zum Studium der Religionen und des interreligiösen Dialogs. In seiner Forschung befasse er sich mit religiösen Bewegungen und interreligiösen Beziehungen, außerdem mit Themen wie Okkultismus, Esoterik und Anthroposophie.
Helmut Zander stammt aus dem Rheinland. Er hat in Köln, München und Bonn Sozialwissenschaften, Geschichte und katholische Theologie studiert und an der Universität Bonn sowohl in Politikwissenschaften als auch in katholischer Theologie promoviert. Seine Habilitationsschrift an der Humboldt-Universität in Berlin befasst sich mit der Geschichte der Anthroposophie.
Zanders Habilitationsschrift „Anthroposophie in Deutschland – Theosophische Weltanschauung und Praxis 1884-1945" war 2007 nach ihrem Erscheinen in den meisten überregionalen Medien und Kultursendungen in Deutschland besprochen worden. In der anthroposophischen Bewegung löste das „opus magnum" von Zander sehr kontroverse Einschätzungen und Diskussionen aus. Im laufenden Jahr war Zander aufgrund seiner im Januar erschienen Steiner-Biographie ebenfalls an zahlreichen Diskussionen zum Jubiläumsjahr Rudolf Steiners beteiligt und in den Medien präsent.
Quelle Pressemitteilung NNA (News-Network-Anthroposophy)
Die Werke Helmut Zanders wurden auch hier bei Themen der Zeit von verschiedenen Autoren besprochen (die Beiträge finden Sie über die Suche)
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