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Erfolgreiche e-Petition gegen den Einsatz von Gentechnik in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Mehr als 60.000 Menschen zeichnen Petition in drei Wochen.
mm/tdz. - Mehr als 60.000 Bürgerinnen und Bürger haben in den ersten drei Wochen die öffentliche Petition für einen Anbausstopp von gentechnisch veränderten Pflanzen unterzeichnet." So der BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) heute in einer aktuellen Pressemeldung. Damit wurden innerhalb von 3 Wochen die 50.000 Mitzeichnungen erreicht, die notwendig sind, damit die Petition vor dem Petititionsausschuss des Deutschen Bundestages öffentlich behandelt wird.
Über 130 Unterstützer der Initiative "Vielfalt erleben", Umwelt- und Öko-Anbauverbände haben zum Erfolg dieser Aktion beigetragen. Auf der Facebookseite von "Vielfalt erleben" wurde ebenfalls stolz vermerkt: "Wir haben es geschafft: Unsere Petition ist erfolgreich! In den letzten Tagen haben sich die Anzeichen schon gemehrt, aber jetzt ist es ganz klar und offiziell: Wir haben die 50.000-Marke deutlich geknackt!"
Verantwortlicher Petent ist der Vorsitzende des BÖLW, Felix Prinz zu Löwenstein. Dieser hat dann bei der öffentlichen Anhörung die Möglichkeit, die Petition nochmals vorzutragen und die darin enthaltenen Forderungen eingehend zu erläutern. Die zentrale Forderung lautet, "dass die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen sofort gestoppt wird. Sie begründet dies mit der mangelhaften und unzureichenden Prüfung gesundheitlicher, ökologischer und sozio-ökonomischer Risiken im Rahmen des EU-Zulassungsverfahrens."
28 gentechnisch veränderte Pflanzen befänden sich derzeit in der EU-Zulassungspipeline und Löwenstein warnt: "Die Unzulänglichkeit der Zulassungsverfahren und der Druck, der auf Wissenschaftler ausgeübt wird, die Kritisches zur Agro-Gentechnik veröffentlichen – beides unterstreicht, dass eine wissenschaftliche Grundlage für den Einsatz der Gentechnik in Landwirtschaft und Ernährung nicht gegeben ist."
In der vergangenen Woche hatte der Umweltausschuss des europäischen Parlaments den Vorschlag gemacht, den Mitgliedstaaten die Möglichkeit nationaler Anbauverbote einzuräumen. Dadurch, so Löwenstein, werde das Problem aber nicht behoben, denn: "Gibt es Sicherheitsbedenken oder Belege für negative Auswirkungen der Gentech-Pflanzen, muss die EU die Zulassung stoppen bzw. zurücknehmen. Die Einhaltung des Vorsorgeprinzips darf nicht auf die Mitgliedsstaaten verlagert werden."
Die Petition kann noch bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 10. Mai 2011 sowohl online, als auch per Post oder Fax unterstützt werden. Auf der Internetseite der e-petition werden allerdings nur die jeweiligen online-Zeichnungen angezeigt.
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