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Prof. Peter-Michael Riehm verstorben


Die Hochschule für Musik Karlsruhe trauert um Professor Peter-Michael Riehm. Er ist am 20. Januar 2007, nur wenige Wochen vor seinem 60. Geburtstag, völlig überraschend verstorben. Seit 1978 hat Peter-Michael Riehm an unserer Hochschule als Lehrbeauftragter die Fächer Musiktheorie, Allgemeine Musiklehre und Pädagogik unterrichtet, seit 1992 bis heute als Professor. Er war in unserer Hochschule ein überaus beliebter und allseits geschätzter Kollege. Mit großem Einfühlungsvermögen und fachlicher Kompetenz hat er zahlreiche Studierende auf ihrem Ausbildungsweg als Musiker und Menschen begleitet. Die Beschäftigung mit Musik vor einem umfassenden geistigen Hintergrund war ihm ein besonderes Anliegen. Wir sind dankbar für seine pädagogische und künstlerische Arbeit an unserer Hochschule und werden seinen Vorstellungen und Idealen stets verbunden bleiben. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, den 25. Januar 2007 um 14.00 Uhr in der Himmelfahrtskirche in 78586 Deilingen/Schwäbische Alb statt.

Biographie

Prof. Peter-Michael Riehm wurde am 15.2.1947 in Karlsruhe geboren. Von 1968 bis 1974 studierte an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Schulmusik, Klavier bei Naoyuki Taneda sowie Musiktheorie/Komposition bei Eugen Werner Velte. Als Stipendiat der Darmstädter Ferienkurse besuchte er Kurse bei Karlheinz Stockhausen, Yannis Xenakis u. a. 1978 wurde er mit dem Förderpreis für junge Komponisten der Stadt Stuttgart ausgezeichnet. Während der folgenden langjährigen Tätigkeit zunächst als Musiklehrer an der Tübinger Freien Waldorfschule, später als Dozent am Seminar für Waldorfpädagogik in Stuttgart sowie als Lehrbeauftragter, danach Professor für Musiktheorie an der Musikhochschule Karlsruhe entwickelte er ein integrales pädagogisches Konzept der Musikerziehung, das sich als Menschenbildung durch Musik verstanden wissen möchte und mittlerweile an vielen Waldorfschulen weltweit zur Grundlage des Musikunterrichtes gemacht wurde. Vortragsreisen führten ihn u. a. in die USA, nach Russland und Japan. Sein kompositorisches Schaffen umfasst zahlreiche Klavierstücke, Lieder und Kammermusik sowie Chor- und Orchesterwerke. Ein Schwerpunkt gilt dabei dem pädagogischen Schreiben, aus dem eine umfangreiche Zahl von Liedern, Chor- und Instrumentalstücken, Essays und Aufsätze zur Musikpädagogik hervorging.
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