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Nanotechnologie II

Risiken? Nebenwirkungen?
von Michael Mentzel

Der AID (infodienst Verbraucherschutz-Ernährung-Landwirtschaft) beschäftigt sich in seinem wöchentlich erscheinenden Presse-Info mit aktuellen Fragen und Problemen aus Verbrauchersicht. Der Lebensmittelbereich ist ein Feld, dem sich die Nanotechnologie mit Riesenschritten nähert. Interessant und lobenswert in diesem Zusammenhang, dass der AID, der sich zum überwiegenden Teil durch die Förderung des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziert, sich kritisch mit den Fragen dieser Technologie auseinandersetzt. Denn dass es auch eine Risiko-Technologie werden kann, die jetzt vollmundig vom Bundesministerium für Forschung und Technologie unter Federführung von Anette Schavan als die Zukunftstechnologie schlechthin gefördert wird, ist jedem klar, der sich ein wenig näher mit diesen Fragen befasst. Das Forschungsministerium auf seiner Webseite: "Das BMBF hat Projekte zur Nanotechnologie seit Anfang der 90er Jahre gefördert. Seit 1998 wurden allein die im Rahmen der Projektförderung des BMBF bereitgestellten Fördermittel für Nanotechnologie vervierfacht. Als unterstützende Infrastruktur wurden parallel dazu Kompetenzzentren aufgebaut. Die Anstrengungen des BMBF für die Nanotechnologie sollen nochmals deutlich gesteigert werden, damit wir unsere Chancen schneller und nachhaltiger nutzen können als die Konkurrenz."

Grundlagenforschung und die Erforschung und Erprobung neuer Technologien sind unersetzbare Bestandteile des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Deutschland. Die wirtschaftliche Ausrichtung aber in den primären Fokus zu nehmen, hemmt vielleicht die Unbefangenheit und die Vorsicht, mit der an derartige Fragestellungen herangegangen wird. Denn verlockend sind Fördergelder, Unterstützungen und wissenschaftliche Reputation, die sich die Wissenschaft und die mit dieser Technik beschäftigten Unternehmen von diesen Disziplinen verspricht. Dass der "Dialog mit der Öffentlichkeit" über die "Chancen der Nanotechnologie, einschließlich einer Risikobetrachtung" an letzter Stelle bei der Ausrichtung auf diese neuen Technologien erscheint, scheint angesichts der Euphorie, die allenthalben zu spüren ist, nur folgerichtig. Um so wichtiger, dass die Öffentlichkeit über die Verfahren umfassend informiert wird. Die Bemerkungen von Britta Klein sind ein wichtiger Schritt auf diesem Weg

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