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Das Rätsel um das Verschwinden des Wettermannes aus den Schlagzeilen scheint gelöst zu sein. Wurde das Thema aus Staatsräson-Gründen verschoben?
Unbestätigten Gerüchten zufolge hat die Generalbundesanwaltschaft - auf Antrag des Verbandes aller Deutschen Karnevalsgesellschaften - Weisung an die Staatsanwaltschaft herausgegeben, sich erst wieder im Januar 2011 mit dem Vergewaltigungsvorwurf gegen den überaus beliebten Wetterfrosch Kachelmann zu beschäftigen.
Es sei gelungen, so heißt es, den obersten Staatsanwalt davon zu überzeugen, dass die Themen, die im Allgemeinen die jeweils kommende Karnevalssaison bereichern, in den nächsten 8 Monaten durch den andauernden Krieg in Afghanistan und die damit verbundenen Probleme in Bezug auf die zahlreichen Gefallenen und deren Hinterbliebenen, in ihrer Relevanz auf ein Niveau heruntersinken könnte, dass eine Beschäftigung mit ihnen obsolet mache. Argument: "Wenn sich die Helden gegenseitig die Butter vom Brot nehmen, bleibt für den Karneval nichts mehr übrig."
Um so wichtiger sei es, noch Material "für die Bütt" in der Hinterhand zu haben. Da böte sich, weil bisher noch nicht in ausreichendem Maße ausgeschlachtet, jedenfalls der Kachelwettermann an. Und da auch in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen sei, dass die Schweinegrippe oder ähnliche Katastrophen, wie z. B. weitere Landtagswahlen in NRW oder gar Finanzkrisen bevorstünden, hätte der Verband, so die nicht genannt werden wollende Quelle, darauf gedrungen, nicht auch noch das letzte Thema durch eine übermäßige Berichterstattung so zu behandeln, dass der Kakao, durch den Generationen von Büttenrednern Herrn Kachelmann zu ziehen bestrebt sei, bis zur nächsten Session so abgekühlt sei, dass ihn niemand mehr trinken wolle.
Derweil wird in Teilen der "Unterwelt" - allerdings ebenfalls unter der Hand und zurzeit nicht verifizierbar - darüber spekuliert, wie es dem prominenten Gast wohl gehen möge. Auch diese Frage wird gerüchteweise beantwortet: Der in Untersuchungshaft einsitzende Kachelmann soll angeblich den Gefängnisgärtner bei der Frage nach den Wetterprognosen beraten und von der Verwaltung für die tägliche Knast-Talkshow "Ich bin drin! Was nun?" eingesetzt worden sein.
Dem Vernehmen nach, auch dies ein nicht existierendes Gerücht, das zudem noch unbestätigt ist, soll die ARD um eine Untersuchungsgefängnis-Unterbrechungspause gebeten haben, weil niemand so gut erklären könne, wie die Asche entsteht, die zurzeit nicht nur im Vatikan auf die Häupter der Welt regnet.
Derweil sorgt ein angeblicher Kommentar zum Thema "Asche" von Deutsche Bank-Chef Ackermann für Unmut: Die Isländer ließen Asche regnen, so der Banker, "aber wir machen die Kohle."
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