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Jam-Session im Uni-Pub


"Er und Ich" - foto: liu chengzhi

Einmal monatlich Jam-Session und offene Bühne in Paderborn

Die Paderborner Musik-Szene scheint auf den ersten Blick nicht gerade reichhaltig zu sein, denn neben der Kulturwerkstatt und ein paar Kneipen, in denen es hin und wieder Live-Musik gibt, findet man auf dem musikalischen Speiseplan nicht all zu viele Gelegenheiten, jungen Nachwuchskünstlern unterschiedlicher Stilrichtungen zu begegnen. Für Loges Waranm war das bereits vor einigen Jahren ein Grund, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die unter dem Namen Jam-Session fortan einen festen Platz im Terminkalender vieler Paderborner Musiker finden sollte.

Der Gownmens-Pub an der Universität Paderborn ist eine Kneipe mit irischem Ambiente. Für Iren ist es normal, sich in ihrer Kneipe, dem Pub zu treffen und gemeinsam zu musizieren. Irische Musiker sind bekannt für ihre Spiel- und Trinkfreudigkeit. Ein bisschen von dieser Stimmung ist auch hier im Uni-Pub zu spüren, wenn die Musiker auf der Bühne loslegen. Und da kommt zum Teil Erstaunliches zu Tage. Da wechselt sich Hip-Hop ab mit funkigem Rock, Folk und Pop kommen ebenso zu ihrem Recht wie der Didgeridoo-Spieler und der mit Hackbrett. Es ist Session und offene Bühne angesagt, jeder der will, darf und jeder der kann, muss. Das ist das Motto des Abends und auch das Motto von Loges, der damit einen hervorragenden Beitrag zur kulturellen Vielfalt in der Paderstadt leistet.

 


Die Band anvic Klick zum Video/Youtube

Da ist der in seine Barhocker-Conga verliebte Perkussionist, der nach dem zweiten Stück auf die Bühne eilt und sie nie wieder verlassen wird, der indische(?) Hackbrettspieler, der selbstvergessen sein etwas verstimmt scheinendes Instrument malträtiert, da gibt es aber auch Richard mit seinem Saxophon, der einsteigt, wenn es passt. Oder Michel Roggenland, ein wunderbarer Drummer, dem die Spielfreude anzusehen ist, wenn er hinter seinem Drumset sitzt. Zu Gast bei der letzten Session waren unter anderem Er-Ich, (Erich), die das zahlreich erschienene Publikum mit Popsongs von Robbie Wiliams bis Grönemeyer erfreuten. Oder war es BAP? Auch vanvic, die Band mit dem Bassisten BassT gab sich die Ehre (kleines Video rechts) und da war auch Carsten mit seiner unverwechselbaren Stimme und seinen Interpretationen, die etliche der Gäste schon von den Konzerten aus dem Fat-Louis in Paderborn kennen und lieben. Ein Blick in die Gesichter der Zuschauer zeigt, was hier für ein Potenzial verborgen ist. Die Bassisten lösen sich ab, er ist eine lockere und sehr positive Stimmung in dieser Kneipe. Auch Matthias Mauersberger von der überregional bekannten Band Lichter greift zur Gitarre und steigt ein. Man kennt sich und freut sich über die Kontakte, die hier entstehen. Bei den Gästen kommt keine Langeweile auf, die Bedienungen sind locker, aber nicht unprofessionell und sehr aufmerksam, die Preise zivil bis günstig und es gibt eine übersichtliche, aber interessante Speisekarte.

 


Bei einem Eintrittspreis von 2 Euro kann sich der Paderborner hier einen wirklich schönen Abend machen. Sogar der arbeitende Student fehlt nicht, der mit seinem Mac-Book in der Ecke sitzt, und sich nicht stören lässt von dem Trubel um ihn herum, und da ist auch die bunte Truppe, die sich getroffen hat, um einfach mal wieder einen netten Abend zu erleben. Vielleicht ist so etwas nur noch in kleineren Städten zu erleben, in denen noch keine Eventindustrie mit großen Namen protzt und das Publikum sowieso nur noch hinhört, wenn die Karten 25 Euro kosten. "Das Bier in dieser Kneipe schmeckt mir nicht mehr" sang einst Hannes Wader. Hier, in diesem Pub, wo die Musik noch mit der Hand gemacht wird, auch wenn der Pegel manchmal etwas geringer sein könnte, schmeckt es mir noch mal so gut. Die richtigen Leute trifft man hier allemal.

Gownsmen-Uni-Pub Paderborn

Jam-Session einmal im Monat

 

 

 



 

 

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die band vanvic im unipub