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Ab auf die Insel!

Ein bedenkenswerter Vorschlag.

Nicht an "Gipfelstürmer", sondern an die sehr geehrten: "Gipfelbetreter und -betreterinnen" wendet sich Hans Magnus Enzensberger mit seinem "Vorschlag zur Güte", den der Spiegel veröffentlichte. Voller Verständnis für die Bedürfnisse der Teilnehmer des Gipfels richtet er seinen Blick auf einige Details, die "Ihnen vielleicht entgangen sind". Seine Idee gipfelt in dem Vorschlag, den Gipfel künftig auf einer ruhigen und abgelegenen Insel durchzuführen. Er schildert sehr eindrucksvoll den Vorteil einer solchen Lösung, die unter Anderem mit einer beachtenswerten Personaleinsparung verbunden wäre und die mögliche Mehrfachnutzung von einem immensen Sparpotenzial ausgeht.

Für die Politiker in Deutschland bedeutet so ein Vorschlag unter Umständen ein Problem. Denn dass er dadurch der heimischen Wirtschaft und der Politik damit keinen Gefallen erweist, liegt auf der Hand und ist natürlich nicht so leicht von derselben zu weisen. Denn wo sollte unser verehrter Innenminister Schäuble die Legitimation für Tests im Hinblick auf eine dringend notwendige und vernünftige Überwachung a l l e r Bundesbürger oder gar Fallstudien für Terrorbekämpfungseinsätze entwickeln können, wenn nicht am praktischen Beispiel?
Die Arbeitsplätze in der Region wären ein weiteres Argument, denn Zäune und Festungen entstehen nicht aus dem Nichts. Schließlich hatten wir in unseren neuen Ländern, die bis Ende der 80er Jahre zugegebenermaßen noch recht alt aussahen, dank der Vielzahl von derartigen Sicherungssystemen auf jeder Ebene des Lebens quasi Vollbeschäftigung.

Es ist also tatsächlich fraglich, ob innenpolitisch unter dem Strich etwas dabei herauskommt, wenn die Gipfel zukünftig auf einer einsamen Insel stattfinden würden.

Sinnvoll wäre ein Spitzengespräch der Wirtschaft mit der Politik, den Gewerkschaften und natürlich dem Bürger, sozusagen ein Gipfel über den Gipfel. Stattfinden könnte der doch zum Beispiel auf Fehmarn oder Juist. Da hätte der Innenminister nicht so viel Stress. Götz Werner mit seinen Vorschlägen zum bedingungslosen Grundeinkommen wäre sicher bereit, ein Impulsreferat beizusteuern. Es müsste ja schließlich auch irgendetwas herauskommen bei solchen Veranstaltungen. Obwohl es in diesem Fall wohl auch nicht nötig wäre auf eine Insel auszuweichen.

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