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Gentechnik birgt dauerhafte Risiken

17.03.2011

Saatgut muss frei von genmanipulierten Samen bleiben

Wie bei Atomkraft gilt auch für Gentechnik: einmal freigesetzt, ist sie nicht mehr rückholbar. Darauf wies der Vorstand des Demeter–Verbandes, der Agraringenieur Stephan Illi,  im Hinblick auf die geplante Regelung zur GVO-Freiheit von Saatgut hin.

Anders als Radioaktivität, bauen ausgewanderte Gene sich nie mehr ab. Sie können sich in der Natur vermehren und dauerhaft etablieren, wie Beispiele an Wildraps in den USA zeigen. Illi fordert von Bundesrat und den Landwirtschaftsministern der Länder,  am morgigen Freitag die Reinheit von Saatgut so verantwortlich zu regeln, dass auch künftige Generationen nicht von Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Organismen in Nahrungs- und Futterpflanzen infolge ungenügender Durchführungsverordnungen betroffen sind.

"Politik muss vordenken. Das aktuelle Beispiel Atomkraft zeigt, dass nachträgliche Risikobewertungen  zu spät kommen. Auch bei der Gentechnik ist mit dauerhaften Risiken zu rechnen", betont Stephan Illi im Namen der biodynamischen Gemeinschaft von Erzeugern, Verarbeitern, Händlern und Forschern. Umso bewusster müsse die Vorsorge geregelt sein, Verunreinigungen beim Saatgut seien nicht zu tolererien.

Der Demeter e.V. ist ein Öko-Verband mit über 80jähriger Erfahrung und den entscheidenden Pionierleistungen für eine ganzheitliche, nachhaltige Landwirtschaft auf Grundlage der Biodynamischen Wirtschaftsweise,  wie  unter anderem die erfolgreiche Züchtung zahlreicher biodynamischen Sorten für Gemüse und Getreide beweist.

Quelle Pressemitteilung Demeter e.V.  

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