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Forschungsförderung im Bio-Landbau

BÖLW: Förderakzente für die Forschung im ökologischen Landbau "völlig falsch gesetzt".

Aufgrund der Kürzungen der Forschungsfördermittel für den Bio-Landbau in diesem Jahr sind bis 2010 nur noch ca. 5 Mio. Euro pro Jahr vorgesehen, während für die Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen (GABI-FUTURE und FUGATO-plus) jährlich 15 Mio. Euro ausgegeben werden. Dies geht aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Verteilung der Forschungsmittel im Agrarbereich hervor.
Nach Ansicht des BÖLW (Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft) formuliere die Bundesregierung damit "zwar den Anspruch, die Forschung zur Ökologischen Lebensmittelwirtschaft entsprechend der Bedeutung und den Entwicklungspotenzialen dieses Sektors zu fördern - in der Realität ist sie aber weit davon entfernt."
Aus der Antwort auf die kleine Anfrage wird nicht ganz deutlich, wieviele Steuermittel in die Agro-Gentechnik fließen und wie sich die Forschungsgelder im konventionellen Bereich im Einzelnen verteilen. Beides, so Felix Prinz zu Löwenstein vom BÖLW, ".. wäre im Lichte eines transparenten Umgangs mit Steuergeldern ein Skandal".
Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft bestehe noch ein großes Optimierungs- und Entwicklungspotenzial, für dessen Erschließung Forschung dringend erforderlich sei.
Die vorhandenen Studien zur Bio-Landwirtschaft zeigen jedenfalls in nahezu allen Fällen eine Vorreiterrolle des Öko-Landbaues.
Die Bundesregierung wird von der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft aufgefordert, stärkere Akzente für diese "besonders nachhaltige und den gesellschaftlichen Zielen am besten entsprechende Form der Landwirtschaft zu setzen."

Hintergrundinformationen:

Anfrage: http://dip.bundestag.de/btd/16/049/1604920.pdf
Antwort: http://dip.bundestag.de/btd/16/051/1605180.pdf

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