|
Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche wurden heute vorbildliche ökologisch wirtschaftende Betriebe ausgezeichnet.
Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, vergab heute im Rahmen einer feierlichen Vergabeveranstaltung auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zum siebten Mal den Förderpreis Ökologischer Landbau des BMELV. Ausgezeichnet wurden drei ökologisch wirtschaftende Betriebe für ihre besonders innovativen Leistungen in den verschiedenen Bewerbungsbereichen. Die Konzepte dieser Siegerbetriebe sind gleichfalls auf andere Betriebe übertragbar. Sie sind, so betonte Müller, „bestens zur Nachahmung empfohlen". Der Förderpreisgeld beträgt insgesamt 25.000 Euro.
Der erste Preis geht an den Martinshof in St. Wendel, einen Bioland-Betrieb, der für seine vorbildlichen Leistungen im Bereich der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von ökologischen Ziegenmilchprodukten ausgezeichnet wurde. Nach eigenen Angaben ist der Martinshof einer der größten Biobetriebe in Südwestdeutschland und umfasst die Biolandwirtschaft mit rund 200 Milchziegen und einer 25-köpfigen Mutterkuhherde. Daneben verfügt der Betrieb über eine Molkerei mit Ziegenmilchspezialitäten und eine Biolandmetzgerei. Der Betrieb erhält ein Preisgeld von 10.000. Euro Das Kurgestüt Hoher Odenwald Waldbrunn/Baden-Württemberg, das dem Demeter-Verband angeschlossen ist, erhält den zweiten Preis für seine Leistungen im Bereich der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Stutenmilch und daraus hergestellten Produkten. Demeter-Vorstand Joachim Bauck würdigte als Jury-Mitglied in seiner Laudatio die vorbildliche Entwicklungsarbeit der Familie Zollmann, die 1959 den ersten Stutenmilch-Betrieb Deutschlands gründete. Durch die Bio-Dynamische Wirtschaftsweise des Demeter-Betriebes wird besonders hohe Qualität erzeugt. Die 150 Milchstuten werden auf 440 Hektar Nutzfläche artgerecht mit viel Weidegang und Auslauf gehalten. Dieser Betrieb kann sich über das Preisgeld von 8.000 Euro freuen.
Der dritte Preis, der mit 7.000 Euro dotiert ist, geht an das Gut Wulfsdorf in Ahrensburg/Schleswig-Holstein, ebenfalls einen Demeter-Betrieb. Hier sind es die innovativen Leistungen im Bereich der Direktvermarktung von ökologischen Produkten, die ausgezeichnet wurden. Neben dem Ackerbau, der Gärtnerei und einer umfangreichen Viehwirtschaft findet man auf dem Hof einen florierenden Hofladen, ein Café, Verarbeitungsbetriebe wie Bäckerei, Metzgerei und einen Abokistenservice. Junge Menschen können auf dem Hof ein freiwilliges ökologisches Jahr ableisten und ein Initiativkreis setzt Akzente durch kulturelle Veranstaltungen und Hofführungen.
Foto: Staatsekretär Müller, Gudrin Zollmann, Demeter-Vorstand Joachim Bauck und Hans Zollmann freuen sich in Berlin über den 2. Förderpreis
weiterführende Informationen www.foerderpreisoekologischerlandbau.de www.bundesprogramm-oekolandbau.de www.bioland.de www.demeter.de
|