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Erlebnispädagogik - Achtsamkeit und Wertevermittlung


foto © aurelio schrey

"Wie kommen die Werte in den Kopf?" Fachtagung zu Fragen der Wirksamkeit von Erlebnispädagogik

23.04.2010 - Missbrauchsvorwürfe, Gewalt an Schulen, Mobbing, Wertedebatten, Erziehungsdiskussionen: Im Zusammenhang mit aktuellen gesellschaftlichen Themen finden alternative pädagogische Konzepte ein immer breiteres öffentliches Interesse. Zu einem ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungskonzept gehört insbesondere auch die Erlebnispädagogik. Sie fördert unter anderem die Wahrnehmung des Lebens in all seinen vielfältigen Formen, ein kluges Urteilen und nachhaltiges Handeln. Für Heranwachsende zählen hier Initiative und Spontanität ebenso wie Anerkennung und Sorgsamkeit.

Nicht von ungefähr ist deshalb die Erlebnispädagogik ein fester Bestandteil der Waldorfpädagogik, können doch hier Grenzerfahrungen für Schülerinnen und Schüler gerade im Hinblick auf ein soziales Miteinander in kritischen Situationen die Aufmerksamkeit für die Belange des Anderen schärfen.

Dem Thema Erlebnispädagogik widmet sich der Verein Aventerra e.V. in Kooperation mit dem Bund der Freien Waldorfschulen auf einer Tagung vom 1. bis 3. Oktober 2010. Geplant ist ein Wochenende für alle pädagogisch orientierten und interessierten Menschen wie Eltern, Lehrer oder Erzieher: "Wir wollen mit diesem Wochenende neues Wissen mit anregenden Anleitungen verbinden", sagt Peter Schrey, der geschäftsführende Vorstand von Aventerra e.V. Der Verein bietet in diesem ganzheitlichen Kontext von Erlebnispädagogik seit zehn Jahren Freizeiten und Reisen für junge Menschen an.

Schwerpunkt der Tagung in Stuttgart werden Vorträge und Arbeitsgruppen sein. Zahlreiche Dozentinnen und Dozenten aus den Bereichen Kinderheilkunde, Erziehung, Bildung, Pädagogik und Forschung haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Dabei sein wird u. a. auch der Hirnforscher Prof. Dr. Manfred Spitzer, der als Ärztlicher Direktor die Psychiatrische Universitätsklinik in Ulm leitet. Spitzer zählt zu den renommiertesten deutschen Hirnforschern. "Wie kommen die Werte in den Kopf?", fragt er und man darf gespannt sein, wie dieses Thema in den Arbeitsgruppen aufgenommen und weiter bearbeitet wird.

"Traumadiagnose und Traumatherapie zur therapeutischen Dimension der Erlebnispädagogik", lautet der Titel des Eröffnungsvortrags, der von Dr. Michaela Glöckler, der Leiterin der medizinischen Sektion am Goetheanum Dornach Schweiz, gehalten wird.

Darüber hinaus können die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops wertvolle Erfahrungen sammeln. Fachkompetente Seminarleiter/-innen bringen ihnen Übungen, Spiele und Anwendungen in der Erlebnispädagogik praxisgerecht nahe. Unter anderem stzehen die Themen mobile Seilaufbauten, Tänze und Klassenfahrten zur Wahl.

Beim Erleben und Erfahren soll es aber nicht bleiben, so Peter Schrey. "Die Eindrücke werden am Ende des Wochenendes in einer speziellen Fishbowl-Diskussionsrunde dynamisch aufgearbeitet."

Weitere Informationen auf der Webseite der Tagung >

 

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