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Fluxus-Künstler Emmett Williams gestorben

Am 14. Februar 2007 starb in Berlin der Dichter und Performance-Künstler Emmett Willams, Mitbegründer der Fluxusbewegung, einer Kunstrichtung, die in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Künstlern wie George Maciunas, John Cage und Joseph Beuys maßgeblich geprägt wurde. Fluxus hatte einen wesentlichen Einfluss auf die moderne Kunst nach 1945. Auch die Pop-Art wurde von der Fluxus-Bewegung inspiriert.

"Das Leben ist ein Kunstwerk, und das Kunstwerk ist Leben. Fluxus begriff das gesamte Leben als ein Stück Musik, als einen musikalischen Prozeß. Ich denke, der Ursprung des ganzen Skandals waren nicht die verschiedenen Fluxus-Aktionen, sondern vielmehr die Philosophie, die dahinter steckte. Die Idee, daß alles Musik sein kann, ist das überzeugendste und zugleich charakteristische Merkmal und macht Fluxus zu einer in sich geschlossenen Sache."
Emmett Williams (kunstwissen.de)

Fluxus ist häufig durch collageartig komponierte Geschehensabläufe gekennzeichnet, und wird auch als "Konzert" bezeichnet, weil akustische, choreographische und musikalische Ausdrucksformen darin einfließen. Gute Beispiele dafür sind die Aktionen Celtic+~ oder Eurasienstab von Joseph Beuys und Henning Christiansen, bei der im Sinne eines Gesamtkunstwerkes sowohl Musik, Inszenierungen (Theater), Installationen und Filme vorgeführt wurden. Der Unterschied zum Happening ist hierbei die strikte Trennung der Künstler vom Publikum.

Emmett Williams wurde 1925 in Greenville, South Carolina, USA geboren, verbrachte aber den überwiegenden Teil seines Lebens in Europa. Er war Präsident des Internationalen Künstlermuseums in Lodz. 1977 wurde er mit dem Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Quelle: Spiegel online / Wikipedia

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