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Ein Brief von Ralf


Übersetzung eines Artikels in der Irkutsker Wochenzeitung

Den kleinen Artjomka aus Angarsk (Ostsibirien) kann nur eine Organtransplantation retten!
In der letzten Zeit melden sich bei uns in der Redaktion viele Eltern, deren Kinder sehr krank sind. In solchen Fällen ist die russische Medizin machtlos. Hier können nur teure Operationen im Ausland wirklich helfen. Bei der Geschichte des kleinen Artjom ist dies der Fall.
Der Junge ist mit einer schweren Pathologie des Herzes geboren worden. Im Unterschied zu gesunden Kindern hat er kein voll ausgebildetes Organ, sondern lediglich nur eine Herzkammer und einen Herzvorhof. Keiner weiß, wie das geschehen konnte. Die beiden anderen Kinder der Jatsuras sind völlig gesund.
Die Ärzte haben uns gesagt, dass unser Kind entweder die Geburt nicht überleben oder kurz danach sterben wird, erinnert sich die Mutter des Kleinen, Eugenia Jatsura. Aber Artjom, den seine Eltern liebevoll Artjomka nennen, hat überlebt. Heute ist er fast 6 Monate alt. Er sieht wie ein ganz gesundes Kind aus: Seine Äuglein sind lebendig, er hat rosige Wangen und ein glückliches Lächeln. Aber sehr häufig meldet sich die Krankheit: Er bekommt Erstickungsanfälle und seine Hände und Beine werden blau.

Die Eltern haben bereits mit den besten russischen Kliniken und Ärzten telefoniert; überall bekamen sie die Auskunft, dass das Kind nur durch eine Herztransplantation gerettet werden kann. In Russland aber werden solche schwierigen Operationen nur an den Patienten durchgeführt, die das 14.Lebensjahr vollendet haben. Die Chancen aber, dass Artjom dies erleben wird, sind sehr gering. Sein Herz kann eine solche Belastung, die das Wachstum mit sich bringt, einfach nicht ertragen.

Die einzige Hoffnung auf Rettung wird eine Operation in Deutschland sein.

Wir haben bereits mit den deutschen Ärzten gesprochen, die bereit sind, unser Kind zu behandeln, sagt Eugenia: "Sie werden uns auf die Warteliste für Organ-Transplantationen setzen und eine vorbereitende Operation machen, mit der er die Zeit bis zum eigentlichen Eingriff überstehen kann. Sie haben uns versichert, dass er mit einem neuen Herz normal leben und alt werden kann. Doch um nach Deutschland fahren zu können, braucht man Geld. Eine sehr große Summe: Über 25000 Euro. Soviel kostet die vorbereitende Operation."

Für die Angarsker Familie, die mit 5 Personen nur vom geringen Einkommen des Vaters lebt, ist es nicht möglich, das aufzubringen. Sponsoren in Russland zu finden ist nicht so einfach. Die Stadtverwaltung von Angarsk hat sich geweigert, zu helfen. Jetzt wurde der Gouverneur des Gebietes Irkutsk, Aleksander Tishanin, um Hilfe angeschrieben. Die Eltern des kleinen Artjomka und wir alle bitten jeden, der es kann, um Mithilfe. Die Zeit verstreicht und die Deutschen Ärzte meinten, dass eine solche Operation nur bis zum Alter von 7 Monaten durchgeführt werden kann.

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