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Die Grünhelme

Die Hilfsorganisation Cap Anamur kennt fast jeder. Hilfe für Flüchtlinge aus Vietnam, Boat-People, für Menschen in Not. Gegründet wurde diese Hilfsorganisation von dem Journalisten Rupert Neudeck zusammen mit seiner Frau Christel. Ein Projekt, das beispielloses Engagement und Intitiative für das Einstehen für eine andere, bessere Welt zeigte. Als die Neudecks von Bord gingen, taten sie das nicht, um sich in den Ruhestand zu begeben, sondern um ein neues Projekt anzuschieben, das inzwischen unter dem Namen "Grünhelme" einen nicht unwesentlichen Platz unter den echten Hilfsprojekten eingenommen hat.

Am 23.März 2003 schreiben die Initiatoren auf ihrer Webseite: "Wir wollen gemeinsame Taten an Stelle von Papier, Studien, Gutachten und Absichten stellen. Wir werden Häuser und Dörfer, Schulen und Straßen, Hospitäler und Ambulanzen, Baumschulen und Gotteshäuser aufbauen. Unser Ziel: den Lebensraum der Mitmenschen zu erweitern und ihnen so etwas Frieden zu bringen."

"Etwas Frieden" bringen in eine Welt, die bedroht ist von Machtinteressen, von Korruption und Missbrauch staatlicher Gewalt, bedeutet handfestes Engagement, Hilfe mit Hammer und Maurerkelle, mit Muskelkraft und dem Willen, die Welt durch Tun zu verändern, nicht durch kluge Reden, bunte Prospekte und schöne Sonntagsreden.

Wie hat sich dieses Projekt, - vergleichbar mit dem von John F. Kennedy ins Leben gerufene "Peace Corps"- entwickelt, woran lässt sich der Erfolg messen?

Die Liste der prominenten Unterstützer ist lang, ein breites Spektrum der unterschiedlichsten Meinungsbildner dieser Republik ist vertreten, Norbert Blüm und Konstantin Wecker, Daniel Cohn Bendit und Rupert Polenz. Gemeinsam ist offensichtlich Allen der Gedanke, das eine echte Hilfe nur eine Hilfe zur Selbsthilfe und die Hilfe von Mensch zu Mensch sein kann. Getragen von Solidarität und Liebe für den Mitmenschen. Das sind große Worte, im Kontext der Aktion Grünhelme aber erscheinen sie plötzlich ganz normal.

Viel ist seit der Gründung geschehen, nicht so spektakulär und medienwirksam wie die Aktionen von Cap Anamur, aber darum kann es auch nicht gehen. Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen sind die Zauberworte, die - übrigens - fast alle Projekte dieser Art weiterbringt.

Im September 2006 wurde in Kaschmir eine Schule eröffnet, in Indonesien wurde ein völlig zerstörtes Fischerdorf wieder aufgebaut, eine Schule, eine Klinik zur besseren medizinischen Versorgung in Afghanistan wurden errichtet und für 2007 ist ein großes Projekt in Ruanda geplant. Dieses wäre das erste Projekt in Afrika, das durch die Unterstützung der Grünhelme zu Stande kommt. Für Rupert Neudeck ist Ruanda ein Land: "..in dem sich ein solcher Einsatz lohnt: Die Regierung ist kraftvoll und will unsere Anstrengungen mittragen."

Es geht um den Bau einer Schule und den Aufbau von Berufszweigen beispielsweise für Tischler und Elektriker. Berufe also, die in einem Land wie Ruanda dringend gebraucht werden. Bei einem Besuch in Ruanda wurden auch Möglichkeiten des Einsatzes von Solarenergie besprochen. Zukunftsprojekte wie dieses brauchen Hilfe und Unterstützung. Es müssen qualifizierte Mitarbeiter und Helfer gefunden werden. Architekten, Handwerker, aber auch Berufsschullehrer, die ihre Fähigkeiten und ihr Wissen weitergeben können. Wie bei allen Aktionen ist Rupert Neudeck auch hier zuversichtlich, dieses Projekt stemmen zu können.

zur Webseite des Vereins Grünhelme e.V.