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Army light - Light Army

Es lässt mir irgendwie keine Ruhe...

Die Bemühungen mancher Zeitgenossen, Andersdenkende unter dem Deckmäntelchen vermeintlicher Ab- und Aufgeklärtheit zu diffamieren, geht mir manchmal auf den Geist. Da schreibe ich über einen jüdischen Journalisten, der Zeit seines Lebens (leider nur bis 1933) gegen den Krieg und gegen den braunen Mob der 20er und dreißiger Jahre schreibt, und die Antwort darauf ist: "Wer so etwas mit Containment oder anderen freundlichen Bemühungen begegnet, ist nicht nur einfach Pazifist, sondern verrückt."

Ich lese das richtig: ein jüdischer pazifistischer Journalist, der sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gegen Herrenmenschentum, gegen die nationalsozialistischen Eliten, gegen Dumm- und Borniertheit zur Wehr setzt, ist also verrückt.

Was lernen wir also aus der klugen Antwort von Herrn H.? Wir brauchen eine Licht-Armee. Herrrrrr H. ich habe gedient. Können Sie mich brauchen? Ich möchte Wiedergutmachung leisten. Sagen Sie mir wo ich marschieren soll. Im Irak? Im Iran? In Afghanistan? Oder in Köln? Einen Sarg aus deutscher Eiche und alles, was für einen anständigen Heldentod nötig ist, bringe ich mit. Wird mir Herr G. das Mantram vorher oder nachher singen? Ich frage nur, damit ich die Kollegen, jüdische oder nichtjüdische, pazifistische oder nichtpazifistische, Martin Luther King oder Gandhi, die ich - vielleicht - andernorts treffe, auch trösten kann und ihnen sagen kann, dass es nicht so gemeint war und sie darauf hinweise, dass sie schließlich zur Elite gehörten. Man muss das Leben eben nehmen wie es kommt. Wäre doch auch ein guter Spruch für heutige Soldaten.